Boules-Turnier fordert Konzentration und Geschick

Aus dem gesamten Ruhrgebiet kamen die Teilnehmer des 9. Boules-Turnier im Kulturhof des Kulturzentrums
Aus dem gesamten Ruhrgebiet kamen die Teilnehmer des 9. Boules-Turnier im Kulturhof des Kulturzentrums
Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Zum neunten Mal trafen sich Spieler aus dem ganzen Ruhrgebiet auf dem Kulturhof.

Bottrop.. Viel Geduld und spielerisches Geschick brauchten die Spieler am Samstag beim neunten Boules-Turnier auf dem Kulturhof an der Böckenhoffstraße. Aus dem gesamten Ruhrgebiet kamen sie,, um an dem besonderen Turnier teilzunehmen. „Ich finde es besonders gut, dass das Turnier frei ist“, so Christine Müller, die mit ihrem Mann aus Unna angereist war. „In jeder Runde wird man einem anderen Spieler zugeteilt. Das ist aufregend.“

Das freie Spiel sorgt für eine besonders familiäre Atmosphäre. „Bei jedem Spiel muss sich jeder auf den neuen Partner einstellen, so wird es nie langweilig“, erklärt Lutz Raulien von der „Freien Boules Sozietät Bottrop“, der mit seinem Kollegen Peter Sentner das beliebte Turnier organisiert. „Nach einem harten Arbeitstag ist so eine regelmäßige Partie einfach total entspannend.“

Ziel des Spiels ist es, die eigenen drei Eisenkugeln so nah wie möglich an das „Schweinchen“, eine wesentlich kleinere Kugel, zu werfen. Dabei gibt es einen „Schießer“, der die gegnerische Kugel wegzustoßen versucht und den „Leger“, der die drei Kugeln strategisch nahe des „Schweinchens“ platziert, um möglichst viele Punkte zu erlangen und in die nächste Runde einzuziehen. Das begehrte Ziel am Samstag war der „Grüne Tetraeder“-Wanderpokal. Das aus Frankreich stammende Spiel war lange Zeit dominiert von der älteren, männlichen Generation, doch Frauen und jüngere Boulespieler holen seit Jahren mächtig auf. Denn auch ohne viel Erfahrung können Interessierte schnell Anschluss finden und sogar bei Meisterschaften mitwirken. „Ich habe damals mit meiner Frau an einem Turnier teilgenommen, obwohl wir gerade erst ein paar Wochen gespielt haben. Neben Profis zu bestehen hat viel Spaß gemacht“, erzählt Ullrich Kroll aus Bochum. Auch er kommt gerne zu dem Turnier. „Die Atmosphäre macht einfach Spaß, weil man sonst einen festen Partner hat. Hier ist es spannender.“

Die Sozietät trifft sich jeden Montagabend um 20 Uhr auf dem Kulturhof, um dort zu spielen. Wer sich dafür interessiert - ob mit oder ohne Erfahrung - ist herzlich eingeladen, dazuzustoßen.