Bottrops Freibad hat eine Modernisierung nötig

Ins Stenkhoffbad geht man jetzt besser im Neopren-Anzug - wie hier die Taucher der TSG Kirchhellen, als sie das Bad fit für die Saison machten.
Ins Stenkhoffbad geht man jetzt besser im Neopren-Anzug - wie hier die Taucher der TSG Kirchhellen, als sie das Bad fit für die Saison machten.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Der Förderverein des Stenkhoffbads wünscht sich mehr Einsatz bei der Suche nach Fördergeldern. Oberhausens Engagement fürs Bad im Revierpark dient als Vorbild .

Bottrop..  Die Stadtverwaltung soll Wege finden, wie das Freibad mit Hilfe von Geldern des Bundes oder Landes modernisiert werden kann. Dafür setzt sich der Stenkhoffbad-Förderverein ein. „Wir sehen die Stadt in der Verantwortung, das Stenkhoffbad zu sichern. Dazu sollte sie so ähnlich wie die Stadt Oberhausen das gemacht hat, Fördermöglichkeiten nutzen“, sagte DKP-Ratsherr Michael Gerber, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins.

Die Nachbarstadt hatte sich beim Bundesbauministerium erfolgreich um finanzielle Unterstützung für die technische Erneuerung des Freibads im Revierpark Vonderort beworben. „Auf Dauer werden wir um Verbesserungen bei uns im Stenkhoffbad sicher nicht herumkommen“, erklärte Fördervereinsvorsitzende Gabriele Schmeer. Das Freibad müsse barrierefrei und behindertengerechter werden. „Auch energetisch müssen wir etwas tun“, fordert die Ratsfrau. Die Duschen im Stenkhoffbad werden von einer alten Therme beheizt. „Wenn da der fünfte Badegast gleichzeitig unter die Dusche geht, bekommt er schon kein richtig warmes Wasser mehr“, sagte Gabriele Schmeer.

Parteien unterstützen Plan

Die Vorsitzende des Fördervereins fragt daher auch, warum die Innovation City-Gesellschaft das städtische Freibad nicht in den Blick nehme - auch wenn es nicht im Projektgebiet liegt. „Daraus ließe sich doch ein Musterbad in Sachen energetischer Sanierung machen“, meint sie. Über Finanzierungsmöglichkeiten müssten die Fachleute der Verwaltung nachdenken. „Die Stadt ist schnell dabei, Fördergelder zu erschließen“, sagte Ratsherr Gerber. „Wir vermissen diese Kreativität, wenn es um das Stenkhoffbad geht“, bedauerte der zweite Vorsitzende des Fördervereins. Dabei gehöre ein Freibad doch zur Grundausstattung einer Stadt.

Die Nachbarstädte tun mehr für ihre Bäder, meint Gerber. Oberhausen kann mit dem Zuschuss der Bundesregierung demnächst gut 2,5 Millionen Euro in die Modernisierung des Freibades im Revierpark stecken. 2,2 Millionen Euro steuert die Bundesregierung dazu bei. „Auch Essen hat 2,5 Millionen Euro für das Freibad Hesse ausgegeben, und Gladbeck wird mit 1,5 Millionen Euro Umkleiden und Duschen modernisieren“, sagte er.

Der Stenkhoffbad-Förderverein steht mit seiner Forderung nicht allein. Die kleineren Ratsparteien wollen die Verwaltung im kommenden Sportausschuss gemeinsam auffordern, die Förderchancen für das Freibad auszuschöpfen, kündigt Gabriele Schmeer an.