Bottroperin liest Limericks im alten Burgturm

Man nehme ernst nur das, was froh macht: Im Sinne dieses Mottos des Komikers Heinz Erhardt führen einige Autoren des Freien Deutschen Autorenverbandes (FAD), darunter auch die Bottroperin Jutta Kieber, am Sonntag im Turm der Burgruine in Essen-Burgaltendorf durch eigene und fremde Texte.

Vor allem die literarische Kleinform des Limericks stehe dabei im Zentrum, sagt Jutta Kieber. Sie selbst hat sich bereits in das Genre eingearbeitet, das zwar kurz, aber sicherlich nicht so einfach ist, wie es den Anschein hat. Den Witz, eine Pointe und dann noch ein gutes Reimschema hinzubekommen, kann durchaus mehr Arbeit bedeuten, als ein viel längerer Prosatext.

Neben Auszügen aus ihrem Buch „Pardon auf den Lippen“ liest Jutta Kieber am Sonntag vor allem Limericks von Werner Hadulla. Hadulla, früher Autor der „Frankfurter Rundschau“ und der „Welt“, gilt dabei als besonderer Spezialist dieser gereimten Kurzform. „Nur ist jetzt in einem Alter, wo er nur noch sehr schwer unterwegs sein kann und deshalb freue mich sehr, am Sonntag die Stimme für seine Texte sein zu dürfen“, sagt Jutta Kieber.

Übrigens ist Jutta Kieber seit Kurzem auch auf Video zu erleben. Unter www.reviercast.de liest sie die Geschichte „Generalprobe“ aus ihrem Band „Pardon auf den Lippen“, aufgenommen von Karl-Heinz Gajewsky, dem Literaturpreisträger Ruhr 2013, im Bild- und Tonarchiv für Revier-Literatur.