Bottroper tragen zu bundesweiter Gesundheitsstudie bei

Das mobile Untersuchungsteam des Robert-Koch-Instituts (v. li.): Studienassistentinnen Eva Koch, Sarah Landsberg, Beatrice Schlegel, Ärztin Dagmar Michalik.
Das mobile Untersuchungsteam des Robert-Koch-Instituts (v. li.): Studienassistentinnen Eva Koch, Sarah Landsberg, Beatrice Schlegel, Ärztin Dagmar Michalik.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Team des Robert-Koch-Instituts checkt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Bottrop durch. Daten fließen in die Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Bottrop..  „Ich finde, dass in Deutschland mehr für Kinder getan werden muss, dass ihre Gesundheit und Entwicklung beobachtet werden müssen“, sagt Silke Roicke. Für sie und Tochter Jacqueline (14) war es daher keine Frage, der Einladung des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu folgen und damit eine bundesweite Studie zu unterstützen: Jacqueline gehört zu den rund 70 Bottroper Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die derzeit von einem mobilen Untersuchungsteam in den Räumen des Gesundheitsamts von Kopf bis Fuß durchgecheckt werden. Die Untersuchungsdaten fließen anonym in die Langzeitstudie zur Kinder- und Jugendgesundheit „KiGGS“ ein. Bottrop gehört damit zu den 167 Städten und Gemeinden in Deutschland, die zu der vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebenen Studie beitragen.

„Wir haben 70 Familien zur Untersuchung eingeladen“, erzählt Team-Ärztin Dagmar Michalik, „und die meisten kommen sehr gerne.“ Manche würden Team und Studie schon von der Basiserhebung vor elf Jahren kennen. Weitere wurden per wissenschaftlichem Zufallsverfahren diesmal neu ermittelt und eingeladen.

14-Jährige wie Jacqueline müssen gut zwei Stunden für die Untersuchung mitbringen. Sie werden gewogen, gemessen, ihr Blutdruck wird gecheckt, eine Körperfettanalyse vorgenommen, per Ultraschall die Halsschlagader untersucht, Blut- und Urinproben genommen. Ein Arztgespräch und ein Ausdauertest auf dem Rad gehören ebenfalls dazu. Wer mag, nimmt für sieben Tage einen Bewegungssensor-Gürtel mit heim. Drei- bis Fünfjährige machen einen Sprachtest – und turnen und hüpfen statt zu radeln. Insgesamt ein Aufwand, der dann nicht nur der Allgemeinheit zugute kommt, sondern auch für die Teilnehmer lohnt, wie die sportliche Eiskunstläuferin Jaqueline findet: „Ich weiß sofort, wie mein gesundheitlicher Stand ist.“ Die Ergebnisse erhält sie nämlich schriftlich. Diese 70 plus 70 weitere Bottroper beantworten auch noch Fragebögen zu Gesundheit und Ernährung. Die Studien-Ergebnisse sollen 2017 vorliegen.