Bottroper Schulen klären auf über Sicherheit im Internet

Udo Bredemeier von Gelsennet erklärte beim Elternabend den sicheren Umgang mit dem Internet.
Udo Bredemeier von Gelsennet erklärte beim Elternabend den sicheren Umgang mit dem Internet.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Gemeinsam haben Grundschulen beim Elternabend Tipps gegeben, wie Kinder sicher surfen können. Vor allem klar Absprachen und Vertrauen sind wichtig.

Bottrop..  „Was macht mein Kind eigentlich im Internet?“ „Welche Gefahren lauern in sozialen Netzwerken?“ „Wie kann ich mein Kind vor Mobbing schützen?“ All diese Fragen waberten durch die Aula der Cyriakus-schule. Die Grundschulen der Stadtmitte und der Telefonanbieter Gelsennet hatten für Dienstag zu einem Informationsabend für Eltern eingeladen, bei dem sich alles um das ständige „vernetzt-sein“ von Kindern drehte. Denn auch an den Grundschulen geht der Trend dahin, dass fast jedes Kind ein Smartphone oder zumindest ein Mobiltelefon in der Schultasche hat.

Urheberrecht, Datenschutz und das Recht am eigenen Bild spielen im Umgang von Heranwachsenden mit dem Internet eine große Rolle. „Um das Kind zu schützen, empfehlen wir den Eltern, klare Regeln und Absprachen mit den Kindern aufrecht zu erhalten“, so Udo Bredemeier. Leiter des Schulungszentrums bei Gelsennet. Werden Kinder in der Schule gemobbt oder konfrontiert mit gefährlichen Inhalten wie Pornografie, Gewalt oder Rassismus, sei es das Wichtigste, dass sie starkes Vertrauen zu den Eltern haben und sich mit Problemen nicht alleine gelassen fühlen. Zusätzlich zu den Informationen lagen eine DVD und mehrere Checklisten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik bereit, die den Basisschutz des Computers und den Umgang von Kindern mit dem Internet erleichtern sollen.

Handyverbot auf dem Schulhof

„Eine gute Kommunikation zwischen Eltern und Kind ist die Basis. Außerdem können Eltern den Rechner von vornherein ein wenig sicherer machen und gewisse Seiten sperren“, schließt Bredemeier. „Wir können aber nur Empfehlungen geben. Jedes Elternteil hat seine eigene, richtige Herangehensweise an das Thema Internet.“

Die meisten Grundschulen haben ein Handyverbot auf dem Schulgelände ausgesprochen. „Wird ein Kind während der Schulzeit doch mit einem Handy erwischt, wird es eingezogen und die Eltern können es im Sekretariat abholen“, sagt Ursula Kraemer-Büscher, Schulleiterin der Cyriakus-schule. Dennoch sind Smartphones und soziale Netzwerke große Themen unter den Schülern. „Die Kids beschäftigen sich ja nachmittags mit den Handys, das bekommen wir als Lehrer dann auch am Vormittag mit“, weiß Christoph Mewes von der Droste-Hülshoff-Schule.

So praktisch die Alltagsbegleiter für Schulkinder sein können – zur Sensibilisierung von Kindern und Eltern veranstaltet Gelsennet die Themenabende „Fit for Social Media?“ seit vier Jahren an weiterführenden Schulen. „Auf einer Schulleiter-Konferenz sind wir dann mit den Grundschullehrern in Kontakt getreten“, so Udo Bredemeier. „Da haben wir gemerkt, dass so ein Abend auch an Grundschulen als präventive Maßnahme interessant sein könnte.“