Bottroper Rat macht Weg zu Revierpark-Fusion frei

Der Revierpark Vonderort soll unter das Dach der
Der Revierpark Vonderort soll unter das Dach der
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Gemeinsame Management-Gesellschaft kann Geld sparen und für Modernisierung verwenden.

Bottrop..  Die Stadt ist damit einverstanden, dass der Revierpark Vonderort mit einer Reihe anderer Revierparks eine gemeinsame Gesellschaft bildet. Das hat der Stadtrat mit Mehrheit von SPD, Grünen und ÖDP befürwortet. Die Stadt verspricht sich davon geringere Kosten beim Management ihres Freizeitparks.

Am Revierpark Vonderort ist Bottrop ebenso wie Oberhausen mit 25 Prozent beteiligt. Die andere Hälfte gehört dem Regionalverband Ruhr. Die Stadt zahlt für den Revierpark Vonderort zurzeit jedes Jahr einen Zuschuss in Höhe von 198 400 Euro. Seit gut neun Jahren sind die Zuschüsse auf dieser Höhe eingefroren. „Langfristig würde diese Situation zur Pleite des Revierparks führen“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Göddertz. „Höhere Zuschüsse der Stadt sind völlig illusorisch“, betonte er. Die SPD wolle den Revierpark dennoch erhalten. Unter dem Dach der „Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr“ könne dies gelingen. Denn mit dem Zusammenschluss der Revierparks ließen sich Overhead-Kosten um 870 000 Euro senken. Dieses Geld könne die neue Gesellschaft dann in die Erneuerung der Freizeitparks stecken.

Finanziell angeschlagene Parks

Die CDU sieht dies indes skeptisch. Fraktionschef Hermann Hirschfelder verwies darauf, das die finanziell gesünderen Freizeitparks in Dortmund, Hamm und Herne bei der Fusion außen vor bleiben. Die neue Gesellschaft bilde sich nur aus finanziell angeschlagenen Freizeitparks. Hirschfelder: „Das ist eine ,Wir-warten-auf-bessere-Zeiten-GmbH“. Für die Stadt verbessere sich damit nichts. „Denn sie müsse ja weiterhin die Verlustabdeckung von 198 400 Euro tragen“, bemängelte der CDU-Ratsherr.

Erstaunt waren die meisten Ratsmitglieder darüber, dass das Bundesbauministerium das Freibad in Vonderort mit 2,2 Millionen Euro bezuschusst. Kämmerer Willi Loeven bestätigte dies. Er versicherte, dass für die Stadt Bottrop mit der Badsanierung keine Kosten entstehen. Den zehnprozentigen Eigenanteil an der Sanierung trage die Stadt Oberhausen allein.