Bottroper Musikschule gründet ein Sinfonieorchester

Das Bottroper Kammerorchester soll weiter bestehen.
Das Bottroper Kammerorchester soll weiter bestehen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Einen entsprechenden Beschuss fasste der Kulturausschuss einstimmig. Finanzierung durch Sponsoren abgedeckt. Und auch das Kammerorchester macht weiter

Bottrop..  Bottrop bekommt ein Sinfonieorchester. Das beschloss der Kulturausschuss einstimmig in seiner Sitzung im Kirchhellener Kulturzentrum Hof Jünger. 40 ehemalige Musikschüler, Dozenten der Musikschule und Profimusiker aus dem Ruhrgebiet hätten bereits Interesse am Mitspielen signalisiert, berichtet Musikschulleiter Ingo Brzoska den Kulturpolitikern voller Euphorie: „Es wird toll. Das kann ich jetzt schon sagen.“

Das Sinfonieorchester soll nach dem „Bottroper Modell“ an die Musikschule angedockt werden wie mehr als 20 weitere Chöre, Orchester oder Bands: Die Musikschule liefert die Mindestversorgung, das Orchester finanziert seinen weiteren Bedarf durch Einnahmen aus Kartenverkauf und Sponsoring. Für die ersten beiden Aufbaujahre steht die Finanzierung bereits auf der Basis von verbindlichen Zusagen der Sparkasse, der Volksbank und der Bremer-Stiftung. Das neue Orchester soll seinen ersten kleinen Auftritt bekommen bei der Orchestergala der Musikschule am 8. November (die WAZ berichtete). Als Gesamtorchester soll es sich in großer Formation präsentieren bei einer „Klassik-Rock-Gala“ im September 2016. Brzoska: „Nach zwei Jahren sollten wir dann prüfen: „Können wir das auch stemmen?“ Kulturamtsleiter Dieter Wollek ist sicher: Bottrop kann das. „Das ganze Paket macht mich sehr optimistisch.“

Zum „ganzen Paket“ gehört nach Wolleks Einschätzung auch die Überlegung, die jährlichen „Stifterkonzerte“ künftig mit dem eigenen Orchester zu bespielen und mittelfristig aus dem Musikerpool des Sinfonieorchesters auch Musiker für das Bottroper Kammerorchester (BKO) rekrutieren zu können. Das soll auch nach dem Rückzug des langjährigen Dirigenten Kai Röhrig weiter bestehen (die WAZ berichtete). Den Fortbestand des Kammerorchesters hat der Kulturausschuss gestern ebenfalls einstimmig beschlossen und dem Förderverein des BKO gedankt für die bisherige Arbeit und die Bereitschaft, das Ensemble auch künftig zu unterstützen. „Wir wissen Ihre Arbeit zu schätzen“, sagte Ausschussvorsitzende Monika Budke an die Adresse des Fördervereins-Vorsitzenden Ulrich Röhrig. Wollek bescheinigte ihm „die Entwicklung eines exzellenten Konzeptes. Röhrig gab den Dank zurück: „Wir würden uns freuen, wenn es weiter ein BKO gäbe.“