Bottroper Firma bringt Schoko-Osterhasen in Form

Foto: Thomas Eickholt

Bottrop..  Wo kommt der Schoko-Osterhase her? Natürlich aus Bottrop. Hier produziert die Firma Agathon Gussformen zur Herstellung von Schokolade. Wie es geht und was beachtet werden muss, haben Unternehmensmitarbeiter in der Veranstaltungsreihe „campus4u“ erklärt.

„Manchmal weiß ich nicht, was ich nach der Schule machen soll“, erzählt Maximilian vom Vestischen Gymnasium Kirchhellen. Deswegen sei er hier. Er besuchte auch die ersten Veranstaltungen an der Hochschule Ruhr West (HRW), lernt die Hochschule, Labore und Berufe kennen. Auch Franziska (15) ist „Wiederholungstäterin“. Sie möchte alle Richtungen der Informatik kennenlernen.

Am MINT-Nachmittag in der HRW ging es aber nicht nur um Informatik und 3DDrucke, sondern auch Industriedesign und Schokolade. Industriedesigner entwerfen Alufelgen für Autoräder, Smartphone-Gehäuse, Raumsonden und auch Schokoladen-Gussformen. Um die Gießform für einen Schokoriegel herzustellen, benötigt man dieselben ausgefeilten Technologien, wie sie auch in der Autoproduktion eingesetzt werden: zum Beispiel CAD-Design, Modellierungssysteme, Fräsen, Tiefziehmaschine. Die Bottroper Firma Agathon ist Expertin auf diesem Gebiet. Fast jeder zweite Schokoriegel weltweit wird mit Agathon-Formen hergestellt.

Arbeit am 3D-Drucker

Die Idee hinter den campus4u-Nachmittagen: Schülerinnen und Schüler sollen für die Hochschule und ihr Studienangebot begeistert werden. „Die Nachmittage sind gut besucht. Wir haben immer mehr Anfragen als wir Plätze haben“, erläutert Anna Albers, mint4u-Koordinatorin der HRW.

Kinderriegel, Schokohase, Überraschungsei, Pralinen und Schokoladentafeln liegen auf den Tischen im Seminarraum. Die Teilnehmer lernen, wie Schokoladen-Gussformen auf Kundenwunsch designt, modelliert und produziert werden. Es geht dabei nicht nur um die schöne Form, sondern auch um das Gewicht – wichtig für Schokoladenfabrikanten wie Lindt oder Ferrero.

Nächste Station: Im FabLab demonstrieren die HRW-Beschäftigten Daniel Bruns, Christoph Nieß und Robert Reichert 3D-Scanner und 3D-Drucker. Mit entsprechenden Softwareprogrammen können hier auch Schoko-Gussform entstehen. Das, was eine Skizze war, wird als Modellartikel produziert, tief gezogen und zugeschnitten.

Am Ende erhält jeder Teilnehmer seine eigene kleine Schokoform mit Namen. In diese personalisierte Form wird flüssige Schokolade gelöffelt – eine tolle Erinnerung an einen interessanten Nachmittag.