Bottroper Eltern reicht es jetzt nach drei Wochen Kitastreik

Erzieherinnen und Sozialarbeiter protestierten am Donnerstagmorgen vor dem Bottroper Rathaus. Auch eine Gruppe von Eltern mit ihren Kindern fand sich hier ein.
Erzieherinnen und Sozialarbeiter protestierten am Donnerstagmorgen vor dem Bottroper Rathaus. Auch eine Gruppe von Eltern mit ihren Kindern fand sich hier ein.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum Protest vor dem Rathaus fanden sich am Donnerstag auch betroffene Eltern und ihre Kinder ein. Sie hoffen auf eine schnelle Einigung im Kitastreik.

Bottrop..  „Wir können das nur stemmen, weil wir zur Zeit zu Hause sind“, erklären Candy Hoffmann und Christel Buhse. Am Donnerstagmorgen hatten sie sich mit den streikenden Erzieherinnen zum Protest vor dem Rathaus eingefunden. Beide Frauen sind derzeit im Erziehungsurlaub mit ihren zweiten Kindern und können sich deshalb um ihre älteren Kinder kümmern, deren Kita bestreikt wird.

Eine dreiwöchige Betreuung ihrer Kinder könnten sie sonst nicht so ohne weiteres organisieren, weil sie ebenso wie ihre Männer berufstätig sind. „Und die Großeltern arbeiten auch noch“, erklärt Christel Buhse. Sie hat volles Verständnis für den Streik der Erzieherinnen – schließlich ist sie selber eine, wenn auch nicht bei der Stadt. Trotzdem findet sie, dass es allmählich reicht. „Die Kinder fragen schon: Wann darf ich endlich wieder in die Kita?“, erzählt sie und hofft auf ein Angebot der kommunalen Arbeitgeber.

In der Bottroper Elternschaft formiert sich derweil der Protest, war gestern zu hören: „Den Eltern reicht es nach drei Wochen Kitastreik“, berichtet eine Erzieherin. Manche befürchten, der Streik könnte noch bis zu den Ferien weitergehen. Damit würden dann alle Aktionen flach fallen, auf die sich die Vorschulkinder schon gefreut haben: Kitaschlafen, Ausflüge und Sommerfeste.

„Die Arbeitgeber wollen sich gar nicht einigen“, fürchtet eine Erzieherin. „Die können ja jetzt richtig viel Geld einsparen.“