Bottroper Einzelhändler ziehen zufrieden Bilanz

Brigitte Rörtgen von „Art und Design“ hat vor Weihnachten besonders viele Artikel für Kinder und Tischwäsche verkauft. Sie ist mit dem Weihnachtsgeschäft ganz zufrieden.
Brigitte Rörtgen von „Art und Design“ hat vor Weihnachten besonders viele Artikel für Kinder und Tischwäsche verkauft. Sie ist mit dem Weihnachtsgeschäft ganz zufrieden.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Das Weihnachtsgeschäft ist für Bottroper Einzelhändler gut gelaufen. Für die Elektronik- und Möbelgeschäfte kommt jetzt erst ihre umsatzstärkste Zeit.

Bottrop..  Der Start ins Weihnachtsgeschäft Anfang Dezember war eher verhalten, doch in den letzten ein bis zwei Wochen vor Weihnachten war dann doch noch gut zu tun. „Wir sind zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft“, freut sich Marion Schnippert, die Filialleiterin von Mensing in Bottrop.

Bekleidung jeder Art, Geschenke und Gutscheine – Schnippert: „Die gehen immer.“ – die Bottroper haben sich eingedeckt. Lediglich bei Winterjacken war die Nachfrage bislang eher enttäuschend, so wie der Winter bis Weihnachten ja auch. Der Kälteeinbruch zum Jahresende lässt ja vielleicht noch einmal die Kassen klingeln.

Gutscheine noch nicht eingelöst

Umtauschen war bei vielen Kunden an den ersten beiden Geschäftstagen nach Weihnachten auch schon wieder angesagt. Gutscheine wurden dagegen bisher kaum eingelöst, wohl auch eine Folge des Wetters, vermutet Marion Schnippert.

„Wir haben ja keine typischen Weihnachtsgeschenke“, erklärt Norbert Formella von Euronics. Dinge wie Telefone, Kopfhörer oder Playstations gehören nicht zum Sortiment des Elektronikgeschäftes und „weiße“ Ware landet ja gemeinhin nicht unter dem Tannenbaum. Allerdings hat die Firma Formella dieses Jahr an Heiligabend noch zwei Spülmaschinen an dankbare Kunden ausgeliefert – Ersatz für kaputte Geräte. Aber auch bei Formella sind November, Dezember und Januar die stärksten Monate. Vor allem Hifi-Anlagen und Fernseher sind dann gefragt. „Zwischen den Jahren“ kommen viele Kunden, sie haben jetzt Zeit und Geld, Bares wird ja auch gerne zu Weihnachten verschenkt.

Nach Weihnachten kommt die Zeit der größeren Anschaffungen

Dass die Menschen zwischen den Feiertagen Zeit für größere Einkäufe haben, merkt auch Klaus Wilhelm Beyhoff in seinem Möbelladen. „Nach Weihnachten ist bei uns die stärkste Zeit“, erklärt er. „Viele haben dann frei und Zeit für größere Anschaffungen.“ Oft seien das Paare, die sich noch mal neu einrichten wollen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Das „Weihnachtsgeschäft“ bei Beyhoff läuft im übrigen schon zwischen September und November, wenn die Kunden sich noch vor dem Fest neu einrichten wollen.

„Ganz gut“ sei das Weihnachtsgeschäft gelaufen, erklärt Brigitte Rörtgen von „Art und Design“ am Pferdemarkt. Vermisst hat sie nämlich den großen Boom in den letzten zehn Tagen vor Weihnachten. „Das liegt wohl am Online-Handel“, sieht sie die Konkurrenz aus dem Netz. „Man muss immer aktuell sein und das Angebot öfter umstellen“, ist ihr Mittel gegen die Internet-Übermacht. Das sei ihr zum Glück gelungen, freut sich Brigitte Rörtgen und zeigt auf ihre neue Kinderecke.