Bottroper Ehrenpark braucht mehr Lärmschutz

Stehen im Regen: Skater werden über Monate die Anlage im Ehrenpark nicht nutzen können.
Stehen im Regen: Skater werden über Monate die Anlage im Ehrenpark nicht nutzen können.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Versäumnisse der Verwaltung beim Skatepark kamen durch Klagen sowie Beschwerden beim Petitionsausschuss des Landtages ans Licht.

Bottrop..  Im Ehrenpark ist es wohl doch zu laut. Die Stadt muss für den kleinen Stadtpark zwischen Brauerstraße und Friedrich-Ebert-Straße eine zweite Lärmschutzwand bauen. Vier Meter hoch soll sie werden und die Seite zum Senioren-Haus am Ehrenpark abschirmen. Darauf weist SPD-Landtagsabgeordnete Cornelia Ruhrkemper hin.

„Die Skaterbahn wird wohl drei Monate lang gesperrt sein, den ganzen Sommer über. Denn im Ehrenpark muss nachgebessert werden“, sagte Cornelia Ruhkemper. Schon ruft der SPD-Ortsverein Stadtmitte nach einer Sondersitzung der Bezirksvertretung Mitte, um das nun anstehende neue Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. „Ziel muss es sein, die Skateranlage so schnell wie möglich wieder nutzbar zu machen“, fordert SPD-Ratsherr Pascal Kaminski.

Wie berichtet, hat die Stadt die baldige Sperrung der Skateranlage angekündigt. Die Verwaltung weist darauf hin, dass das NRW-Bauministerium die Nutzung untersage, weil es keine korrekte Baugenehmigung gibt. „Es ist nicht richtig, dafür der Landesregierung den Schwarzen Peter zuzuschieben“, kritisiert Cornelia Ruhkemper. „Es gibt Mängel, die durch Versäumnisse bei der Stadt aufgetreten sind. Die Landesregierung muss so handeln“, stellt sie klar.

Stadtverwaltung legte falsche Annahmen zu Grunde

Als Sprecherin im Petitionsausschuss des Landtages hat auch die Abgeordnete mit dem Streit um den Ehrenpark zu tun. Denn das Gremium hilft Bürgern, die sich von Behörden falsch behandelt fühlen, und eine Bottroperin hatte eine Eingabe zum Skatepark eingereicht. Mittlerweile habe sich herausgestellt, dass der bisherigen Beurteilung der Lärmbelastung durch den Skatepark falsche Annahmen zu Grunde lagen. Die Verwaltung sei davon ausgegangen, dass es sich um eine Sportanlage drehe, aber es handele sich um eine Freizeitstätte. Dafür seien strengere Messwerte maßgebend. Daher müsse die Stadt den Lärmschutz verbessern.

Die Versäumnisse der Stadtverwaltung seien durch die Beschwerde beim Petitionsausschuss und durch Klagen von Anwohnern vor den Verwaltungsgerichten aufgedeckt worden. In dem Rechtsstreit wurden Mängel im Bebauungsplan festgestellt. „Mich ärgert das“, sagte Cornelia Ruhkemper. „Es handelt sich um den zweiten größeren Fall, bei dem Versäumnisse durch Bürgerbeschwerden ans Licht kommen“, sagte Cornelia Ruhkemper. So sei beim Umbau der Osterfelder Straße der Landschaftsbeirat übergangen worden.