Bottroper Azubis stellen Schülern ihre Lehrberufe vor

Die Azubis Kevin Müller und Tim Broll (v.l.) von der Firma Seepex zeigen den Schülern Arbeitsergebnisse aus dem Bereich Zerspanungsmechaniker.
Die Azubis Kevin Müller und Tim Broll (v.l.) von der Firma Seepex zeigen den Schülern Arbeitsergebnisse aus dem Bereich Zerspanungsmechaniker.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
An der Hochschule Ruhr West erhielten Gesamtschüler Hilfe bei der Berufsorientierung auf Augenhöhe. Drei Unternehmen und die HRW eröffneten Einblicke in die Berufswelt.

Bottrop..  Wie soll es nach der Schule weitergehen? Welcher Beruf ist der richtige für mich? Eine Entscheidung, die gut überlegt sein will. Handfeste Hilfe bei der Berufsorientierung wollte der „praxis4u“-Tag an der Hochschule Ruhr West (HRW) bieten, und das auf Augenhöhe: Auszubildende aus drei Bottroper Betrieben stellten rund 40 Neuntklässler aus den beiden Gesamtschulen ihre Berufe vor. Dazu informierte die HRW über Möglichkeiten des dualen Studiums, das Wissenschaft und Praxis verbindet. Für den 15-jährigen Hasan eine gelungene Veranstaltung: „Das hat mir hier sehr geholfen“, befand der Janusz-Korczak-Gesamtschüler.

Hasan möchte einen Beruf ergreifen, bei dem er nach seinen eigenen Ideen selbst etwas herstellen kann. Genau richtig war er da im Workshop von Brabus, wo die Schüler Lenkräder gestalten konnten und etwas über die Ausbildungsbereiche Fahrzeug-Innenausstattung und Kunststoffverarbeitung erfuhren.

Auch Giovanni hatte eigentlich feste Vorstellungen: „Ich wollte Abi machen und studieren“, erzählt der 15-Jährige. Dank des Praxistages denke er nun etwas anders darüber, auch eine Ausbildung ist nun in seinen Blick gerückt. „Ich habe viel erfahren über Metalle und die Arbeit damit“, erzählt Giovanni, der beim Workshop von TSR Recycling (sucht Maschinen- und Anlagenführer) und von Pumpen-Hersteller Seepex mitmachte. Bei letzterem war Kevin Müller vor Ort, Zerspanungsmechaniker-Azubi im dritten Lehrjahr. Den Schülern wollte er zeigen, wie Sachen gefertigt werden, die man im Alltag sieht – „etwa Autofelgen“. Er kann seinen Lehrberuf nur empfehlen: „Es wird nicht langweilig“, berichtet Kevin Müller. „Wir müssen etwa auch Programme schreiben für die Maschinen, mit denen wir arbeiten.“ Sein Ausbilder Andreas Kusche findet den Workshop gut, um jungen Leuten zu zeigen: Was macht ein Metallbetrieb eigentlich. Gleichzeitig sei die Veranstaltung auch für seine Azubis eine gute Erfahrung – „weil sie sich präsentieren müssen, das wird auch Teil ihrer Abschlussprüfung sein“.

Neben dem Austausch zwischen Azubis und Schülern ging’s auch darum, praktisch tätig zu werden. So bot die HRW einen Crashkurs „Programmierung von Apps“ an. Und auch die Gesamtschul-Lehrer kamen nicht zu kurz: Bei den Ausbildern und Professoren konnten sie sich über Entwicklungen auf dem Lehrstellenmarkt und die Chancen eines dualen Studiums informieren.