Bottrop geht den Weg zur Zukunftsstadt

Erste Hürde genommen:
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Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Unter 168 Bewerbern schafft Bottrop den Sprung in die erste Phase eines Bundeswettbewerbs, der die „Vision 2030plus“ verfolgt.

Bottrop..  Wie sieht die Stadt von morgen aus? Um diese Frage geht es im Wettbewerb „Zukunftsstadt“, den das Bundesforschungsministerium startet. 52 ausgewählte Städte, Gemeinden und Landkreise entwickeln gemeinsam mit Bürgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Stadtverwaltung eine nachhaltige Vision „2030plus“ für ihre Kommune. In Dresden gab Bundesforschungsministerin Johanna Wanka die Namen der 52 geförderten Kommunen bekannt – auch Bottrop ist dabei.

Was Oberbürgermeister Bernd Tischler mit Genugtuung sieht: „Ich freue mich sehr, dass die Stadt Bottrop als Zukunftsstadt ausgewählt wurde. Ich sehe dies auch als Zeichen der Anerkennung und Bestätigung der als Modellstadt ,Innovation City Ruhr’ geleisteten Arbeit.“

Alle Stadtteile eingebunden

Tischler betont weiter: „Der Zukunftsstadt-Prozess kommt zum richtigen Zeitpunkt, denn mit dem Auslaufen des Steinkohlebergbaus stellt sich für Bottrop die Frage nach einer ganzheitlichen Vision ,2030plus’ in einem besonderen Maße. Neben dem Thema Klimawandel werden wir auch die Auswirkungen des wirtschaftlichen Strukturwandels und des demografischen Wandels in den Blick nehmen. Zudem werden auch die bisher nicht berücksichtigten Stadtteile im Norden und Westen Bottrops mit eingebunden.“

Diese Vision für den Wandel hin zu einer klimagerechten, lebenswerten und wirtschaftlich erfolgreichen Stadt solle gemeinsam mit den Bürgern erarbeitet und gestaltet werden. Bernd Tischler: „Meiner Überzeugung nach sind wir auf einem guten Weg, den Wandel als Chance zu nutzen.“

168 Städte hatten sich beworben für die Teilnahme am Wettbewerb. In einer zweiten Phase ab 2016 prüfen bis zu 20 Kommunen diese Vorstellungen wissenschaftlich und erarbeiten ein Konzept. In der dritten Phase ab 2018 werden schließlich bis zu acht ausgewählte Kommunen erste innovative Ideen in so genannten „Real-Laboren“ in die Praxis umsetzen. Bottrop will möglichst bis in diese dritte Phase vorstoßen.