Bottrop als Standort der Wasserstoff-Technologie
22.02.2008 | 11:02 Uhr 2008-02-22T11:02:00+0100Stadt beantragt Fördermittel
Eine Meldung im Wirtschaftsteil der WAZ, wonach der Bund ein milliardenschweres Programm zur Förderung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie plane, nahm die CDU-Fraktion zum Anlass, im Hauptausschuss nachzufragen, ob Bottrop daran denke, konkrete Förderanträge zu stellen.
Dazu bemerkte der Technische Beigeordnete Bernd Tischler, dass beim Land, dem Ansprechpartner der Kommunen, drei Anträge gestellt worden seien. Neben Mitteln für ein Gemeinschaftsprojekt mit den Städten Herten, Gladbeck und Marl, mit denen sich Bottrop als „Wasserstoff-Region” positionieren wolle, gehe es konkret um ein Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerk für die renovierte Siedlung Welheimer Mark. Außerdem habe man Fördermittel für eine Studie beantragt, die herausfinden soll, ob auf dem Gelände der ehemaligen Kohle-Öl-Anlage ein Gewerbegebiet rund um die Wasserstoff-Technologie machbar sei. Tischler verwies dabei auch auf die laufenden Aktivitäten Bottrops auf dem Gebiet der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie wie die auf der Kläranlage der Emschergenossenschaft gebaute Aufbereitungsanlage, die aus Faulgas über Erdgas in einem weiteren Schritt gasförmigen Wasserstoff erzeugen soll. Damit soll dann ein Wasserstoff-Motor betrieben werden, der wiederum die Schule Welheimer Mark mit Wärme versorgen und zudem Strom produzieren wird.
In einem zweiten Schritt soll auch eine Wasserstoff-Tankstelle entstehen, die dann die erste ihrter Art in der Region wäre. Zur Zeit gebe es Gespräche mit der Vestischen über die Anschaffung eines mit Wasserstoff-Gas betriebenen Busses, der sich an dieser Tankstelle mit Kraftstoff versorgen könnte. Verhandelt werde auch über einen so genannten Midi-Bus, bei dem eine mit Wasserstoff arbeitende Brennstoffzelle den Strom für einen Elektromotor liefere. ock
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