Bombenfunde beim Bau des Boye-Kanals

Der Emscher-Umbau sowie der Vortrieb des neuen unterirdischen Boye-Abwasserkanals kommen gut voran. Dennoch stößt die Emschergenossenschaft immer wieder auf Hindernisse – und das im allerwahrsten Sinne des Wortes: Keine prähistorischen Mammutfunde (die gab’s bekanntermaßen auch schon), sondern Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg fand sich nun schon mehrfach auf den Boye-Baustellen der Emschergenossenschaft.

Am Montag stießen die Bauarbeiter auf der Boye-Baustelle im Kraneburger Feld in Welheim auf einen Blindgänger. Dieser war glücklicherweise tatsächlich „blind“, denn der Zünder fehlte. Möglicherweise wurde er bereits zu Kriegsende oder danach entfernt und die Bombe blieb einfach an der Stelle liegen. Dafür spricht auch, dass sie relativ oberflächennah bei Erdarbeiten mit dem Bagger gefunden wurde.

Alles andere als harmlos gestaltete sich die Situation am 11. März, als unterhalb der Gungstraße der Bohrkopf der Vortriebsmaschine beim Graben des Boye-Tunnels auf eine Fünf-Zentner-Bombe stieß. Der Zünder war noch dran, der Sprengsatz musste vom Kampfmittelräumdienst entschärft werden. Bereits im vergangenen Juni war im Kraneburger Feld schon einmal eine Bombe beim Boye-Umbau entdeckt worden. Auch diese konnte glücklicherweise entschärft werden.

Bombenfunde entlang des Emscher-Systems sind nicht selten, da diese Region aufgrund der hiesigen Industriestandorte im Zweiten Weltkrieg vermehrt von den Alliierten bombardiert wurde.