Bischof ehrt langjährigen KAB-Vorsitzenden

Das Thema „Siemens-Konflikt“ stand ganz oben auf der Tagesordnung des KAB-Diözesantages, der in der Heilig Kreuz-Kirche stattgefunden hat. In einer Erklärung, die dem Betriebsrat der Siemens AG zugeleitet wurde, fordern die Delegierten des KAB-Parlaments die Konzernspitze auf, für den Konzern und seine Beschäftigten eine Zukunftslösung zu erarbeiten, die die Interessen der Beschäftigten genauso im Blick hat wie die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. „Wer Zukunft denken und Zukunft wagen will kann dies nicht ohne die Beschäftigten tun“, fordern die Delegierten des KAB-Diözesantages den Konzernbetriebsrat, die IG Metall und den Konzernvorstandes auf, Initiativen und Verhandlungsergebnisse zu ermöglichen, die die Arbeitsplätze im Ruhrbistum und im Ruhrgebiet nachhaltig sichern.

Während des Diözesantages wählten die rund 160 Delegierten eine neue Diözesanleitung und verabschiedeten den Bottroper Johannes Strickerschmidt, der 15 Jahre an der Spitze des katholischen Sozialverbandes stand. Unter Beifall verlieh Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck an Johannes Strickerschmidt das Ehrenzeichen des Bistums Essen.

Dass die KAB, die in Bottrop mit mehreren hundert Mitgliedern aktiv ist, verabschiedete einen „Bottroper Zukunftsbeschluss“. Darin will die KAB organisatorisch, inhaltlich und strukturell neue Wege gehen, erklärte der neue KAB-Diözesanvorsitzende Hermann-Josef Schepers aus Oberhausen: „Die KAB steht für Gerechtigkeit. Weil immer mehr Entscheidungen unter wirtschaftlichen Aspekten gefällt werden, sagen wir: Jetzt sind gerechte Lösungen gefragt.“