Bis zu 1,5 Millionen Besucher im Jahr

Ikea hat seinen Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit der Niederlassung eine Besucherzahl zwischen einer und 1,5 Millionen zu Grunde gelegt. „Das Einzugsgebiet umfasst die Städte Bottrop, Gelsenkirchen, Gladbeck, Essen und die A-40-Schiene bis zur holländischen Grenze“, sagt Ikea-Projekt-Manager Thilo Meyer.

Sein Haus habe ein bestimmtes Selbstverständnis von der Existenz vor Ort. „Wenn wir einen Standort für gut befinden und uns ansiedeln, dann bleiben wir auch. Wir bringen Frequenz in die Stadt und sind deshalb an einer langfristigen Vernetzung interessiert. An all unseren Standorten bemühen wir uns um Mitgliedschaften in bestimmten Verbänden und Vereinen.“

Diese Ikea-Haltung betreffe auch Anwohner und Nachbarn, mit denen man in den Dialog treten möchte. „Wir wollen transparent und offen sein“, sagt Meyer. Es seien bereits Fragen nach der Konkurrenz zum Möbelhaus Ostermann aufgekommen, das dann in Sichtweite liegt. „An vielen anderen vergleichbaren Orten haben wir die Erfahrung gemacht, dass man gegenseitig voneinander profitiert. Ich gehe davon aus, dass dies hier nicht anders sein wird.“

Den Eingriff in die Landschaft wolle Ikea so gering wie möglich halten. Es werde weder ein Wald noch ein Schutzgebiet angetastet. Das Unternehmen erwägt, ein Grundstück von 110 000 Quadratmetern zu erwerben. „Wir stehen auf dem Standpunkt, dass ökologische Ausgleichsmaßnahmen nahe an unseren Gebäuden stattfinden sollen“, sagt Bruschke. Denkbar sei eine Verzahnung mit der Renaturierung der Boye, eine Regenwasser-Bewirtschaftung, Naherholungsfunktionen. Unbedingt wolle man eine öffentliche, gut erreichbare Busanbindung haben. Beim Thema Parken denke man über Parkdecks nach.