Bewohnte Gebiete verschonen
28.01.2008 | 20:20 Uhr 2008-01-28T20:20:57+0100IBB bekräftigt seine Forderung nach Abbaustopp.Ein Drittel der Abbaufläche wäre betroffen
Michael Farien vom Initiativkreis bergbaugeschädigter Bürger (IBB) betont, dass er sich in seinen Ausführungen im WAZ-Artikel "Abbaustopp jetzt" (24. Januar) auf ein Zitat von SPD-Fraktionschef Josef Ludes bezieht: "Wir müssen jetzt Vorbereitungen treffen, denn 2012 wird nur eine Formalie sein."
Der IBB-Vertreter kritisiert, dass die SPD-Fraktion sich "wider besseren Wissens" um die vom Bergbau verursachten Schäden im Siedlungsraum und deren Auswirkungen auf die Entwicklungchancen der Region eine Fortsetzung des Abbaubetriebs durch "den Erhalt der Schachtanlage Prosper-Haniel weit über das Jahr 2018 hinaus" wünsche.
Inwieweit sich die SPD damit in ihrer derzeitigen Aufstellung für eine "Koalition der Vernunft zur Entwicklung von stimmigen und aus EU- und Landesmitteln förderungsfähigen Konzepten für Bottrops Zukunft qualifiziert, mag jeder für sich selbst beurteilen", betont Farien.
"Nichts Unvernünftiges" findet Farien an der Forderung der betroffenen Kirchhellener Bürger, schon vor dem endgültigen und bundesweiten Ende des Bergbaus im Jahr 2018 "in vorausschauender Weise die Abbautätigkeiten bereits jetzt zu reduzieren: und zwar durch schwerpunktmäßige Verlagerung in diejenigen beiden Abbaufelder, die das Hauptsiedlungsgebiet Kirchhellens mit 10 000 Bewohnern und den für die Entwicklung Bottrops dringend benötigten Gewerbeflächen weitgehend verschonen." Für den IBB bedeute dies den Verzicht auf rund ein Drittel der Abbaufläche - ohne den Bergwerksstandort bis zu seinem unter Beteiligung von RAG und Landesregierung in diesem Jahr noch festzulegenden Ende grundsätzlich zu gefährden: "Darüber sollte die SPD-Fraktion noch einmal nachdenken", schlägt Farien vor.STELLUNGNAHME

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