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Bewerberinnen überzeugen am Berufskolleg blitzschnell

04.02.2016 | 17:04 Uhr
Bewerberinnen überzeugen am Berufskolleg blitzschnell
Das dritte Azubi-Speed-Dating nutzte auch Michelle Ciechanowski (li.), um sich bei Ärzten persönlich vorzustellen und zu punkten. Sie möchte Medizinische Fachangestellte werden.Foto: Oliver Mengedoht

Bottrop.   Nach dem Azubi-Speed-Dating für angehende Medizinische Fachangestellte in Bottrop laden die Ärzte die Schülerinnen zum Probearbeiten ein.

Für die zehn Schülerinnen, die beim dritten Azubi-Speed-Dating für angehende Medizinische Fachangestellte im Berufskolleg antraten, hat sich der Einsatz und die Vorbereitung auf die Kurzgespräche mit Ärzten gelohnt: „Jede von ihnen“, berichtet Anna Dosoruth-Lück, Bereichsleiterin Gesundheit und Soziales am Berufskolleg, „hat nun mindestens drei Termine zum Probearbeiten in der Tasche.“ Ein Schritt auf dem Weg zur Lehrstelle.

Der erste Eindruck zählt, das ist auch Selina Balke bewusst, die in der ersten Speed-Dating-Runde am Tisch von Zahnarzt Dr. Jürgen von der Gathen Platz nimmt. Neben ihm sind letztlich Vertreter fünf weiterer Praxen unterschiedlicher Fachrichtungen im Berufskolleg erschienen. Manche sind „Wiederholungstäter“, andere neu beim Speed-Dating, das in Kooperation mit dem Ärzteverein stattfindet.

Fünf Minuten sind für die „Dates“ angesetzt. Lebenslauf, Zeugnisse, Ehrenamtsbescheinigung – Schülerin Selina hat alles parat. „Was meinen Sie, was sie erwartet?“, fragt der Arzt seine erste Bewerberin. „Dass ich dem Arzt helfe – und den Patienten gegenüber nicht schüchtern sein darf“, erwidert sie prompt. Tatsächlich, bestätigt Dr. von der Gathen, muss die Zahnmedizinische Fachangestellte viel praktisch mit anpacken, etwa während der Behandlung Speichel absaugen. Am Ende des Gesprächs bietet er Selina an, zur Probe einen Tag in die Praxis zu kommen.

Der Zahnarzt, der jedes Jahr eine Auszubildende einstellt, feiert seine Premiere beim Speed-Dating – die Chance, die Bewerberinnen direkt persönlich kennenzulernen, hat ihn zur Teilnahme bewogen. „Hier kann man sofort die Person einschätzen und merkt, ob man einen Draht zueinander hat“, sagt der Arzt. Und: „Es kommen nur Mädchen her, die auch ein Interesse an einem medizinischen Beruf haben. Diese Vorauswahl ist super für uns.“

So achten die Lehrkräfte darauf, dass nur Kollegschüler mit ernsthaften Ambitionen und entsprechender Einstellung ins Speed-Dating gehen – damit es sich für beide Seiten lohnt. Übrigens nehmen es die Veranstalter mit dem „Speed“, dem Tempo, nicht ganz so genau. Laufen die Gespräche gerade gut und intensiv, dürfen die fünf Minuten gern überzogen werden.

Für Anna Dosoruth-Lück und ihr Team steht am Ende fest: Diese Form der Ausbildungsvermittlung, die grundsätzlich auch Bewerbern von außerhalb des Berufskollegs offen steht, hat sich nach der nun dritten Ausgabe etabliert und soll fortgeführt werden. Zumal: „Wir treten dadurch in einen engeren Kontakt mit den ausbildenden Ärzten. Das ist auch über das Azubi-Speed-Dating hinaus von Vorteil.“

Nina Stratmann

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2016-02-04 17:04
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