Betreiber sieht Revierpark auf guten Weg

Veranstaltungen wie die Saunanacht haben dazu geführt, dass die Besucherzahlen in Sole- und Saunabereich stabil.
Veranstaltungen wie die Saunanacht haben dazu geführt, dass die Besucherzahlen in Sole- und Saunabereich stabil.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Public-Viewing und andere Veranstaltungen rücken den Park stärker ins Bewusstsei. Verbesserungen im Sauna- und Solebereich zeigen Wirkung. Es bleibt Sanierungsbedarf.

Bottrop..  Vom Freizeithaus schweift der Blick hinab in den Revierpark. Die Rodelhügel sind gut besucht, es ist Leben im Park. Dieter Vatheuer, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Prova, die den Revierpark betreibt, freut der Anblick, Schließlich ist es sein Ziel, möglichst viele Bottroper und Oberhausener wieder für den Revierpark zu begeistern. Seit 2011 ist die Prova für den Park verantwortlich, hat ein Zukunftskonzept „Revierpark 2020“ vorgelegt (die WAZ berichtete) und an einigen Schrauben habe man bereits gedreht, so Vatheuer.

Vor allem das Public Viewing zur Fußball-WM sei für den Park positiv gewesen, „einfach um ihn den Menschen wieder ins Gedächtnis zu rufen. Solche Veranstaltungen seien wichtig, um die Menschen in den Park zu holen. Das Freizeitverhalten habe sich seit der Gründung der Revierparks verändert, der bloße Spaziergang locke keine Besucher. „Die Menschen wollen etwas erleben, und sie wollen etwas für sich tun. Diesen Gesundheits- und Präventionsgedanken will Vatheuer im südlichen Parkteil aufgreifen. Eine Idee, die er ins Spiel bringt: „Eine beleuchtete Joggingstrecke.“ Vatheuer schwebt eine Strecke von einem Kilometer vor. Er sieht darin einer Ergänzung zum Bottroper Gesundheitspark. Dort stehe eher der meditative Gedanke im Vordergrund, der Revierpark könnte die aktive Rolle übernehmen. Die Wegeverbindung zwischen den Parks will er verbessern. Aber Vatheuer sagt auch, dass eine solche Joggingstrecke nur mit Sponsoren zu verwirklichen sei. Investitionen seien nicht möglich.

Bleiben die Dino-Pläne im Nordteil des Parks. Ob die tatsächlich realisiert werden, kann Vatheuer nicht sagen. Aber: „Der Investor macht einen sehr guten, professionellen Eindruck.“ Was Vatheuer auch sagt: „Wir als Revierpark sind nicht in der Lage und nicht aufgefordert, Geld dafür in die Hand zu nehmen.“ Und selbst wenn dieser oder ein anderer Investor ein Konzept für den nördlichen Teil des Parks entwickeln werde, blieben Durchgangswege bestehen. „Es bleibt ein öffentlicher Park. Teile davon kommerziell zu nutzen, ist in Ordnung.“

Für 2015 rechnet Vatheuer mit Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an Heizungs- und Lüftungsanlage. Die Kosten für letztere beziffert er auf 70 000 bis 90 000 Euro. Die Kosten für die Heizung seien noch nicht absehbar. Ziel sei in beiden Fällen eine Refinanzierung durch Energieeinsparungen. Diese Nachhaltigkeit will Vatheuer auch in anderen Bereichen herausstellen und zum Thema für das kommende Jahr machen.

Im Schwimmbad-Bereich gehe es in dem Fall darum, den Besuchern, die etwas für sich tun wollen, zu zeigen, dass sie es guten Gewissens tun können – etwa weil das Wasser über Wärmetauscher aufgeheizt werde. Grundsätzlich sieht Vatheuer den Sauna- und Solebereich gut aufgestellt. Es seien kleine Stellschrauben, an denen bisher gedreht wurde, etwa der Aufbau eines Shops für Bademoden. Der mache pro Jahr 30 000 Euro Umsatz, so Vatheuer, ohne zusätzliches Personal. Die neu strukturierte Wassergymnastik und Veranstaltungen wie die Saunanacht hätten auch wieder jüngere Besucher nach Vonderort geführt.

Stabile Besucherzahlen

Die Besucherzahlen der Sauna seien stabil, so Vatheuer. Wie im Vorjahr haben 2014 rund 115 000 Menschen die Sauna besucht. Ins Solebad kamen 110 000 Besucher. Das ist eine leichte Steigerung im Vergleich zu 2013, da waren es 105 000.

Sorgenkind bleibt das Freibad. Hier dürften keine Reparaturen anfallen, so Vatheuer. Am wenigsten Handlungsbedarf sieht er beim Freizeithaus. Das werde gut angenommen, und der Saal sei gut ausgelastet.