Beteiligung an der ELE steht nichts mehr im Weg

Bottrop wird sich mit den beiden Städten Gladbeck und Gelsenkirchen an der ELE zu 49,9 Prozent beteiligen. Im Bild: OB Bernd Tischler und ELE-Geschäftsführer Kurt Rommel (rechts).
Bottrop wird sich mit den beiden Städten Gladbeck und Gelsenkirchen an der ELE zu 49,9 Prozent beteiligen. Im Bild: OB Bernd Tischler und ELE-Geschäftsführer Kurt Rommel (rechts).
Foto: WAZ FotoPool

Bottrop / Gelsenkirchen..  Einer Beteiligung der drei Städte Bottrop, Gelsenkirchen und Gladbeck am Energieversorger ELE steht nichts mehr im Weg. Während die Stadträte in Bottrop und Gladbeck bereits im Sommer klarstellten, dass sie dieses Modell bevorzugen, traf jetzt auch der Gelsenkirchener Rat eine Grundsatzentscheidung. Danach werden die drei Städte demnächst einen Anteil von 49,9 Prozent an der ELE halten, 51,1 Prozent gehören dem Mutterkonzern RWE.

Die Entscheidung aus Gelsenkirchen hatte deshalb auf sich warten lassen, weil dort diskutiert wurde, eine eigene Stadtwerkegesellschaft mit dem Strom- und Gasvertrieb zu beauftragen. Die Möglichkeit bestand, weil der bisherige Partnerschaftsvertrag der drei Städte mit der ELE im nächsten Jahr ausläuft. Diese Option wurde jetzt aber verworfen.

Dass der Bottroper Rat mit großer Mehrheit eine neue, stärkere Beteiligung an dem Versorger wünscht, hat mehrere Gründe: Eine eigene Stadtwerkegesellschaft besäße kein Netz und hätte zum Start keine Kunden, müsste sich aber sofort in einem hart umkämpften Wettbewerb behaupten. Die Auflösung der ELE hätte den Verlust von Steuereinnahmen und 680 Arbeitsplätzen in der Region zur Folge. Mit der Beteiligung fließen hingegen garantiert 1,1 Euro pro Jahr an die Stadt.