Bergsenkung: Heidesee wird weiter kippen

Durch den von der RAG beantragten Bergbau unter dem Heidesee wird das Gewässer vermutlich noch weiter nach Westen kippen. Die am Westufer vor einigen Jahren eingezogene Spundwand wird die zusätzliche Neigung aber vermutlich abfangen können, sagt Volker Adamiak vom Regionalverband Ruhr-Grün, dem Eigentümer des Heidesees.

Stadt, Regionalverband und RAG stehen in ständigem Kontakt und gleichen die Prognosen der Markscheider zu den Bergsenkungen mit eigenen ständigen Kontrollen ab. „Bis jetzt haben in der Kirchheller Heide Prognosen und Beobachtungen weitgehend überein gestimmt“, sagt Adamiak.

Deshalb geht der Regionalverband (RVR) auch davon aus, dass die Bergsenkungs-Prognose für den geplanten Abbau von November 2016 bis 2018 zutrifft. „Wenn das so kommt, ist die Wand hoch genug. Dann werden wir an der Spundwand einen Puffer von rund einem Meter zu der vorher gesagten Senkung haben“, sagt Adamiak.

Im Auge behalten werden die Experten von RVR Ruhr Grün die verschiedenen Bruchkanten in der Kirchheller Heide, die es auch auf dem Grund des Heidesees gibt: Taucher hatten die Verwerfung vor einem Jahr entdeckt und dem Angelverein „Petri Heil“ gemeldet. „Das ist eine geologische Störung, die wir auch im Rahmen des Monitorings beobachtet haben“, sagt Adamiak. „Eine solche Kante haben wir auch am Heidhof.“ An der Kante einer solchen Störung senkt sich die Erde auf einer Seite weiter als auf der anderen. Mit Beginn des geplanten Abbaus wird sich zeigen, ob bei weiteren Senkungen die Bruchkanten größer werden, sagt Adamiak: „Das wird an allen Kanten weiter überprüft.“