Beliebt ist der Umgang mit Kindern

Peter Burba. Leiter der Ehrenamt-Agentur.
Peter Burba. Leiter der Ehrenamt-Agentur.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Weniger gefragt sind Tätigkeiten mit Spezialkenntnissen oder Heimarbeit. Ein interview mit Peter Burba, Leiter der Ehrenamt Agentur Bottrop.

Bottrop..  Gutes tun ist wichtig. Ehrenamtliche Arbeit hilft nicht nur anderen, sondern auch einem selbst: Man lernt neue und besondere Menschen kennen, man hat neue Aufgaben, erlebt großartige, berührende oder lustige Momente und entdeckt neue Seiten oder Talente an sich selbst. Nicht jeder weiß, wo man überall helfen kann.

Peter Burba, Leiter der Ehrenamt Agentur Bottrop, hilft den Helfern dabei, zu helfen. Er informiert über die vielen Möglichkeiten und vermittelt zwischen den Einrichtungen und den ehrenamtlichen Kräften. Wir wollten wissen, welche Ehrenämter beliebt sind und welche Institutionen mehr Helfer gebrauchen könnten. Katharina Bischoff hat mit Peter Burba gesprochen.


Was zählt alles zu Ihren Aufgaben in der Ehrenamt Agentur Bottrop?
Burba: „Unsere Aufgabe ist es, den passenden Einsatzort zu finden für die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Außerdem beraten wir Einrichtungen, Organisationen, Vereine und Initiativen der Stadt Bottrop, die genau solche Menschen mit Engagement im Ehrenamt suchen. Wir entwickeln immer wieder eigene Projekte, die aus den Ideen der Ehrenamtlichen entstehen. Das Ziel dieser Projekte soll die Bekämpfung von sozialen Problemen sein, aber auch die Vernetzung der einzelnen Beteiligten, die gemeinsam ehrenamtlich etwas bewirken möchten.“


Welche Ehrenämter sind besonders beliebt?
Besonders beliebt sind die Bereiche, in denen mit Kindern zusammengearbeitet wird. Sowohl Frauen als auch Männer aller Altersklassen der ehrenamtlich Interessierten bevorzugen die Arbeit mit Kindern, zum Beispiel die Betreuung in Ganztagsschulen.“
Welche Ehrenämter sind nicht so beliebt?
Die meisten Menschen arbeiten nicht so gern im Pflegebereich, weil sie beispielsweise mit der Zusammenarbeit mit extrem stark dementen Menschen überfordert wären oder weil sie dafür nicht ausgebildet sind. Wo Unsicherheit entsteht, da entwickeln sich automatisch auch Berührungsängste. Ähnlich ist es mit der Arbeit im Hospiz. Wir haben auch ehrenamtliche Tätigkeiten, die von zuhause aus erledigt werden können. Solche Arbeiten sind ebenfalls nicht sonderlich begehrt, weil für die meisten Ehrenamtlichen der Kontakt mit den Menschen das Besondere ist.