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Bei Bedarf wird nachgebessert

19.02.2010 | 19:47 Uhr
Bei Bedarf wird nachgebessert

Bottrop. Die Verkehrssituation rund um den neu gestalteten Berliner Platz wird von der Stadtverwaltung verstärkt im Auge behalten - jetzt noch einmal für weitere drei Monate, nach denen der Politik Bericht erstattet werden soll.

„Und wenn Bedarf besteht, bessern wir auch baulich nach“, betont Heribert Wilken von der Dezernatskoordination und Stadterneuerung.

Die Kritik z.B. an den Situation rund um der Kurzzeitparkflächen vor der Post, die auch in einem Antrag der DKP-Fraktion mündete, sei schon ein wenig ungerecht, „weil wir doch noch gar nicht richtig fertig waren mit dem, was wir ohnehin noch baulich vorhatten.“ So sei z.B. immer geplant gewesen, vom Haupteingang der Post für die Fußgänger einen Weg hinüber zum Berliner Platz zu schaffen - über die Fläche der Kurzparkplätze.

Aber zunächst habe man dort Fahnenmasten fest installieren wollen, diese Idee aber wieder verworfen, weil man dann 365 Tage im Jahr das Klappern der Stahlseile an den Masten hätte akzeptieren müssen bei nur gelegentlicher Nutzung der Masten. Also setzte man schon einmal Hülsen für die Fahnen in den Boden, wollte darauf aber Poller anbringen. Und sobald nun die Poller kommen, werden sie aufgesetzt und dann den Fußgängern den Weg über die Parkfläche freihalten.

Abgepollert werden auch die Endbereiche der Kurzparkzone, weil offensichtlich die Markierungsnägel im Boden nicht gesehen oder beachtet werden und über die frei gegebenen Flächen hinaus geparkt wird. Poller machen das zukünftig unmöglich.

Einen markierten Fußgängerüberweg im Kreuzungsbereich Poststraße, Brauerstraße wird es aber auch weiterhin nicht geben. Den hatte die DKP gewünscht, erhielt aber dafür im Bau- und Verkehrsausschuss keine Mehrheit. Die Stadt argumentiert - wie berichtet - dass die Stelle in der 20-km-Tempo-Zone liege mit der Verpflichtung zu gegenseitiger Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer und ohne besondere Rechte für Fußgänger.

Aber natürlich halte man den Bereich im Blick. „Sollten sich Gefahrenpunkte zeigen, werden wir tätig!“

Weiter beobachten will die Stadtverwaltung das wilde Parken auf den Flächen an der Post und an der Brauerstraße (neben der Post). Wilking: „Wir wollten nicht von vorn herein alles mit Pollern zupflastern, setzen darauf, dass die Leute vernünftig parken und nicht die Blindenleitlinien als Parkflächenbegrenzung deuten und sich einfach auf den Bürgersteig stellen.“

Besonders streng will man darauf achten, dass der schöne neue Berliner Platz nicht beparkt wird. Und da habe man auch kein Verständnis für Lieferfahrzeuge, die außerhalb der Ladezeiten einfach zu den Geschäften fahren - auch die könnten die Tiefgarage benutzen.

Helga Pillar

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Kommentare
22.02.2010
10:46
Bei Bedarf wird nachgebessert
von RuhrCat | #3

Hallo Kauland,
ich kann Ihnen in allen Punkten nur zustimmen: Die kärgliche Beleuchtung, nicht vorhandener Fußgängerüberweg, zugeparkte Flächen (wo nicht geparkt werden sollte). Ich wohne an der Brauerstraße. Ich bekomme oft mit, was da los ist. Meiner Meinung nach sollte mal auf der Brauerstraße und auch auf der Passstraße eine Radarfalle aufgestellt werden. Das würde bestimmt die Kasse füllen und dann kann auch in Sicherheit am Berliner investiert werden. Wenn in dem Bereich nur 20 km gefahren werden darf und die Leute mit mindestens 30 km brettern, dann gibt das Punkte in Flensburg. :)

21.02.2010
00:40
Bei Bedarf wird nachgebessert
von kauland | #2

Jetzt wird in Bottrop auch schon auf Kosten der Verkehrssicherheit von Fußgängern gespart.

Denn warum sonst ist der Fußgängerübergang zwischen Post und Bleil verschwunden? Dessen Wiederaufbau hätte wahrscheinlich ein paar 1000 Euro gekostet. Die jetzige, gefährliche Lösung kostet nur einen Bruchteil davon. Da wird kurz vor dem früheren Zebrastreifen-Überweg an der Brauerstraße in Richtung Berliner Platz ein kleines 20-km-Schild für 100 Euro aufgestellt – und fertig. Denn in so einer Zone darf kein Zebrastreifen gebaut werden. So einfach kann man sich hinter Vorschriften und Paragrafen verstecken und auf Kosten der Sicherheit sparen.

Wie weltfremd sind unsere Verkehrsplaner und die meisten Verkehrspolitiker eigentlich? Wer fährt denn da 20? Keiner. Die Wagen, die zum Beispiel von der Friedrich-Ebert-Straße über die Passstraße kommen und weiter zur Poststraße in Richtung Kirchplatz fahren (alles 20-km-Zone), haben auf dieser Einflugschneise in die City nicht selten 40, 50 Sachen drauf. Den Fußgängern, die zwischen Bleil und Steakhaus (und umgekehrt) die Straße kreuzen, bleibt oft nur ein Sprung zurück, um nicht über den Haufen gefahren zu werden.

Das alles ist ständig zu beobachten. Wenn sich die Stadtverwaltung, wie sie in einem von einem/r Mitarbeiter/in mit Namen „Ketzer“ verfassten Schreiben an den Bau- und Verkehrsausschuss behauptet, vor Ort umgesehen hat, hätte sie das eigentlich mitbekommen müssen.

Und abends? Hat die Stadtverwaltung da auch nichts bemerkt? Denn statt des einst gut ausgeleuchteten Zebrastreifens steht an der Ecke Brauer/Poststraße nur noch eine müde Laterne, die die Ecke nur kläglich beleuchtet. Es ist kein Wunder, wenn Autofahrer da oft nicht erkennen, dass sie eine Art Fußgängerübergang zuparken.

Da Politessen nach der Kaufland-Eröffnung aus Image-Gründen offenbar kaum Knöllchen rund um den Berliner Platz verteilten, sind die Leitlinien für Sehbehinderte in Höhe des früheren Zebrastreifens oft zugeparkt. Überhaupt: Wenn das kein offizieller Überweg mehr ist, warum hat die Stadt da denn diese weißen Leitlinien gemacht?

Aber nicht nur dieses Chaos, auch der superschmale Bürgersteig direkt vor dem Posteingang und der oft zugeparkte Post-Bürgersteig zwischen Kath. Stadthaus und Brauerstraße sind großer Murks, von dem mit Autos versperrten Weg von der Post über zwei Fahrbahnen zum Berliner Platz gar nicht zu reden. Aber das ist typisch Bottrop. Fußgänger werden hier von der allmächtigen Auto-Lobby in Verwaltung und Politik eben untergebuttert.

20.02.2010
12:49
Bei Bedarf wird nachgebessert
von Stefan Soppe | #1

Von welchen Geld?
Die Stadt Bottrop wird in Kürze unter den sog. Nothaushalt gestellt. Wie kann dann bitte schön davon gesprochen und versprochen werden, dass eine Nachbesserung stattfindet?
Im Übrigen: OB Tischler hat gestern in einer flehenden Bettelrede in Essen das Land NRW um Mittel zu Abwendung der Zahlungsunfähigkeit unserer Stadt gebeten.
Dieses Anliegen von Tischlers Bernd wurde abgeschmettert. Die Stadt Bottrop - und andere Revierstädte - bekommen nichts.
Nachbessern? Nee...das geht nicht!
Stefan Soppe
www.soppe-stefan.de
P.S.: Herr Reckmann, seines Zeichens Vorsitzender der Kaufmannschaft Bottrop – Mitte, lädt Morgen um 10:45 in die Räumlichkeiten der Cyriakus -Gemeinde (Passstraße 2) ein. Hier sollen die Zukunftsperspektiven des Innenstädtischen Bereichs, sowie die neu entstandene Leerstandssituation (welche ich bereits vor 12 Monaten prognostizierte) besprochen werden. Eingeladen sind alle interessierten Bürger(innen) unserer Stadt! Na, da werd` ich wohl auch kommen müssen, gell.............

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