Bedarf an Pflegeplätzen ist gedeckt

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Bottrop..  Das Sozialamt hat den Bedarf an stationären Pflegeplätzen für die kommenden drei Jahre errechnet und dem Angebot in der Stadt gegenübergestellt. Ergebnis: Bei moderat steigender Nachfrage wird es bis 2018 ausreichend Heimplätze geben – auch Dank des neuen Malteserstifts St. Suitbert, das noch 2015 fertiggestellt werden soll.

Die Zahlen wurden am Mittwoch in der Kommunalen Konferenz Alter und Pflege (KKAP) vorgestellt. Für das laufende Jahr errechnete das Sozialamt einen Bedarf von 1298 Pflegeplätzen, dem derzeit ein Angebot von 1327 Heimplätzen gegenübersteht. Demnach liegt die durchschnittliche Auslastungsquote bei 97,8 Prozent. Bliebe nicht mehr viel Spielraum – wenn dazu nicht noch die 70 neuen Plätze in Vonderort kommen würden. „Durch das Malteserstift wird Luft geschaffen“, so Sozialplaner Moritz Brunecker.

Inklusive der neuen Einrichtung wird es in Bottrop in 16 Häusern insgesamt 1397 Pflegeplätze geben. Genug, um die erwartete Nachfrage zu decken und sogar ein leichtes Überangebot vorzuhalten: Laut den Berechnungen des Sozialamts werden 2016 genau 1306 Plätze benötigt (Auslastungsquote 93,5 Prozent), 2017 liegt der Bedarf bei 1315 Plätzen (Quote 94,1 Prozent). Und 2018 werden demnach 1323 Betten nachgefragt, was einer Auslastungsquote von 94,7 Prozent entspricht.

Zusammengetragen wurden die Daten für die so genannte verbindliche Bedarfsplanung, die nach der Empfehlung des Sozialamtes dauerhaft für Bottrop erstellt werden soll. Auf Grundlage des im Herbst 2014 in Kraft getretenen Alten- und Pflegegesetzes NRW kann eine solche verbindliche Bedarfsplanung für jeweils einen Drei-Jahres-Zeitraum durch die Kommune genutzt werden, um einer Überversorgung entgegenzusteuern. Denn: Gibt es laut der Planung genug stationäre Pflegeplätze in der Kommune, kann diese eine öffentliche Förderung für neue Einrichtungen ablehnen. Die Entscheidung über die Erstellung der verbindlichen Bedarfsplanung liegt beim Rat. Die Mitglieder der KKAP sprachen sich Mittwoch dafür aus. Sie wünschen sich aber verfeinertes Datenmaterial, das etwa Altersklassen oder die Versorgung von Bottropern in anderen Städten mitberücksichtigt. Sozialamtsleiter Peter Sommer stellte die Einarbeitung solcher Zahlen in Aussicht – schließlich werde die Bedarfsplanung jährlich aktualisiert.