Bauaufsicht sieht nur eine Chance für Skihalle in Bottrop

Die Skihalle steht noch sicher auf der Halde an Prosperstraße. Ihre Verformungen nehmen aber ständig zu, so dass die Stadt sie in zwei bis drei Jahren schließen müsste.
Die Skihalle steht noch sicher auf der Halde an Prosperstraße. Ihre Verformungen nehmen aber ständig zu, so dass die Stadt sie in zwei bis drei Jahren schließen müsste.
Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Bauaufsicht der Stadt sieht in der Anschüttung von zigtausenden Tonnen Boden am Nordhang der Halde die einzige Möglichkeit, die Skihalle zu retten.

Bottrop.. Die Verbreiterung der Halde an der Prosperstraße ist die einzige Chance, die Skihalle zu retten. „Wir haben immer darauf hingewiesen, dass es Sicherheitsmaßnahmen geben muss, wenn das Alpincenter überleben will“, unterstrich Dr. Peter Linzner, der Leiter des städtischen Bauaufsichtsamtes. „Die einzig mögliche Lösung ist die Anschüttung des Nordhangs“, bekräftigte er jetzt im Ratsauschuss für Stadtplanung. „Eine nachträgliche Gründung der Skihalle ist nicht mehr machbar“, sagte der Leiter der Bauaufsicht.

Fünfzig Lkw pro Tag

Wie die WAZ berichtete, sollen etwa 400 000 Kubikmeter Boden an der nördlichen Seite der Halde aufgeschüttet werden, um weiteren Verformungen des Bauwerks und der Skihalle entgegenzuwirken. Denn die Halle verformt sich trotz der vor wenigen Jahren vorgenommenen Abstützung mit Tonnen von Beton nach wie vor. Noch steht die Skihalle aber sicher genug auf dem Kohleabfallberg.

Wie die WAZ berichtete, nimmt die Schieflage nach Erkenntnissen der Bauaufsicht allerdings stetig zu. In zwei bis drei Jahren würden somit die Stahlbetonstützen der Skihalle derart schief stehen, dass die zulässigen Grenzwerte überschritten würden und die Skihalle nicht mehr sicher genug wäre.

Pläne Ferienhütten sind vom Tisch

„Dann ist es vorbei“, sagte der Leiter des Bauaufsichtsamtes. „Wir haben also nicht mehr ganz so viel Zeit. Wir müssen jetzt handeln. Uns bleiben zwei bis drei Jahre, bis wir einschreiten und die Skihalle schließen müssten“, betonte Dr. Linzner. Fünfzig Lkw pro Tag werden daher demnächst Boden auf die Haldenbaustelle bringen. Bagger, Raupen und andere Baumaschinen müssen die Erde dann verdichten. „Es wird ein Boden sein, den ich auch in normalen Wohngebieten einbauen darf“, erläuterte Stefan Beckmann, der Leiter des städtischen Umweltressorts. Eineinhalb bis zwei Jahre werden die Aufschüttungsarbeiten nach Einschätzung der Stadtverwaltung voraussichtlich andauern. „Die Genehmigung wird in den nächsten Tagen erteilt“, kündigte Dr. Linzner jetzt an.

Die Pläne für die Verbreiterung der Halde an der Prosperstraße liegen der Stadtverwaltung seit mittlerweile vier Jahren vor. Der Bauaufsicht sei von vornherein klar gewesen, dass die Abstützung der Skihallen-Pfeiler mit Betongewichten nur befristet zum Erfolg führen wird. „Das hat die Verformungen verzögert“, stellte der Amtsleiter klar. Wie berichtet, hatte auch Alpincenter-Geschäftsleiter auf den Zeitgewinn abgestellt. Die Pläne des Unternehmens, in den Nordhang auch kleine Ferienhütten einzubauen, hat das Alpincenter aufgegeben. So sagte Harold van Kranen zur WAZ: „Das ist vom Tisch“.