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Kriminalität

Bandido-Mordfall - „Hells Angels“ nicht unter Generalverdacht

30.05.2012 | 16:19 Uhr
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Die Ermittlungen im Fall des getöteten Bandidos dauern an. Die Horster Straße war deshalb in Richtung Gladbeck bis Mittwochnachmittag gesperrt.

Bottrop.   Die Staatsanwaltschaft Essen ermittelt im Mordfall des 49-jährigen Bandidos aus Bottrop, der am Dienstag an schweren Schussverletzungen gestorben ist, in alle Richtungen. Die rivalisierenden Rocker von den „Hells Angels“ stehen dabei nicht unter Generalverdacht. Bislang fehlt den Ermittlern noch eine heiße Spur.

„Nur weil es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Hells Angels und Bandidos kommt, sind die Hells Angels für uns nicht die Hauptverdächtigen“, sagt Staatsanwalt Joachim Lichtinghagen. Am Dienstag starb ein Bottroper Mitglied der Bandidos an mehreren Schussverletzungen. Die Polizei fand den sterbenden Mann gegen acht Uhr an der Horster Straße . Ein Autofahrer hatte den 49-Jährigen neben seiner Harley-Davidson liegend gefunden, nahe einem Waldstück.

Die Horster Straße in Richtung Gladbeck war am Mittwoch noch bis in den Nachmittag gesperrt. „Wann die Sperrung aufgehoben wird, kann ich noch nicht sagen. Es steht einfach nicht fest, wie lange die Ermittler noch brauchen“, sagte Polizeipressesprecher Michael Franz am Mittwoch der WAZ. Eine heiße Spur scheint es trotz der intensiven Ermittlungen noch nicht zu geben. „Wir untersuchen weiter in alle Richtungen“, sagte Lichtinghagen. An Spekulationen über den möglichen Tathergang will er sich nicht beteiligen. Acht Ermittlerteams, bestehend aus jeweils zwei Beamten, sind unterwegs. Deren Informationen sind spärlich, offiziell nur so viel: Am Dienstag fielen Schüsse auf der Horster Straße in Höhe In Boymannsheide. Kurz danach alarmierte der Autofahrer die Polizei. Die Notärzte konnten für das Opfer nichts mehr tun.

Die Polizei sucht Zeugen

Der Mann wohnte in Bottrop, war aber Mitglied der Bandidos Dinslaken. In Bottrop gibt es keine eigenständige Gruppe der Rocker. Laut Staatsanwalt Lichtinghagen gibt es bis jetzt auch keine weiteren Zeugen, nur den Autofahrer, der den Mann gefunden hat.

„Es muss am Dienstagmorgen einen oder mehrere laute Knalle, gegen 7.40 Uhr gegeben haben. Möglicherweise haben Anwohner oder andere Autofahrer etwas gehört.“ Sollte das so sein, bittet Lichtinghagen mögliche Zeugen, sich bei der Polizei in Bottrop zu melden. „Vielleicht hat ja auch ein Busfahrer der Vestischen etwas gesehen. Bis jetzt hat sich aber noch niemand bei uns gemeldet."

Das Motorrad des Opfers war ordentlich abgestellt worden. Eine Tatwaffe wurde bislang nicht gefunden. Spuren muss es am Tatort aber doch geben.

Bandido niedergeschossen

Die Bandidos im Ruhrgebiet sind seit dem Tod ihres Mitgliedes in Alarmbereitschaft. „Die Clubleitung hat sich bis jetzt noch nicht zum Fall geäußert“, sagte ein Mitglied eines Bandido-Unterclubs. Der Mann wollte sich noch am Mittwoch mit seinen Vereinskameraden treffen, in der Hoffnung, mehr über die Angelegenheit und das weitere Vorgehen des Clubs zu erfahren.

Das Clubhaus steht in Essen. Die Polizei dort sagte der WAZ, dass sie aber keinen Grund für eine verschärfte Beobachtung sieht. „Wir haben die Rocker immer im Blick“, so ein Sprecher.

Patrick Mammen

Kommentare
31.05.2012
13:15
Bandido-Mordfall - „Hells Angels“ nicht unter Generalverdacht
von mirabiledictu | #6

@zickzackzick
Aufregen nutzt nichts, hier sind Spezialisten am Werk.

Klar gibt es einen Miri-Clan. Und natürlich gibt es ein Chapter Bosporus West. Und sicher gibt es kriminelle Aktivitäten jeglicher Art, die sich durch jegliche Gruppierungen egal wo ziehen - vom Kleingartenverein über die Kirche bis zu Rockergruppierungen.

Wisst Ihr deswegen aber, wer den Mann erschossen hat? Oder sind das lediglich Mutmaßungen?

Bringt mal Mafia und MCs nicht durcheinander.

31.05.2012
11:25
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Name von Moderation entfernt | #5

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31.05.2012
09:20
Bandido-Mordfall - „Hells Angels“ nicht unter Generalverdacht
von drAlfahrt | #4

NinaH @#1 liegt mit ihrer Vermutung gar nicht so weit weg von der möglichen Wahrheit. Bei der organisierten Kriminalität des Drogenhandels beherrschen ausländische "Clans" nahezu vollständig die Szene und es ist bekannt, dass die sich nicht in die Suppe spucken lassen und im Fall der Fälle auch nicht zimperlich sind. Gegen das Krebsgeschwür der organisierten Kriminalität ist das Rockerunwesen im Vergleich so etwas wie eine Kindergarten-Veranstaltung.

31.05.2012
08:26
Bandido-Mordfall - „Hells Angels“ nicht unter Generalverdacht
von foxtrott | #3

Da beeilen sich ja wacker einige wieder, den einen kaputten Clan gegen den anderen miesreden zu wollen. Fakt ist doch, dass diese Gruppen alle extrem kriminell und gefährlich sind, da ist kein Mord und Totschlag von der einen Seite "schöner anzusehen" als von der anderen.

31.05.2012
07:54
Bandido-Mordfall - „Hells Angels“ nicht unter Generalverdacht
von mirabiledictu | #2

Bleibt zu hoffen, dass die ermittelnden Stellen weniger Vorurteilsbehaftet sind als #1. Vielleicht hilft ja der Publikumsjoker beim "tippen".

Auch das Leben eines Bandido (beliebig zu ersetzen durch Hells Angel oder anderen Clubs) besteht nicht ausschließlich aus Club. Feinde kann man sich leider auch anderweitig machen. Kann so sein, muss aber nicht.

Klar kommen einem grundlegende Ideen, wer seine Hand im Spiel gehabt habe könnte, dafür haben die Medien schließlich schon durch einseitige Berichterstattung gesorgt.

Aber das ist zum Glück heute keine Grundlage für eine pauschale Verurteilung mehr. Aber Denunziantentum wird ja immer gern genommen, gell?

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #2-1

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30.05.2012
20:57
Bandido-Mordfall - „Hells Angels“ nicht unter Generalverdacht
von NinaH | #1

hmm also ich würde auf die neue gruppe bosporus west tippen anstatt die hells angels. die sind hier in der umgebung von oberhausen, bottrop und weiß gott wo noch momentan sehr aktiv. wie man so hört wollen die bosporus west den drogenhandel hier übernehmen und die bandidos verdrängen. man sieht immer mehr von denen hier in der umgebung und sogar total junge leute nehmen die auf. einer von denen ist verwandt mit meinen nachbarn und dieser trottel gibt sich immer lautstark und erzählt viel mist, so ein typischer möchtegern gangster. kann natürlich jeder gewesen sein und muss ja auch nichts mit drogen zu tun haben aber ich tippe halt auf diese idioten.wenn türken im organisierten drogenhandel einsteigen, dann ist sowas für die normal. ich hoffe der oder die täter werden schnell gefunden.

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #1-1

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