Awo baut 21 Seniorenwohnungen auf dem Eigen

Der Entwurf von dem Neubau an der Bügelstraße. Pro Etage sind zwei Wohnungen für Zwei-Personen-Haushalte sowie fünf Wohnungen für Alleinstehende vorgesehen. Alle verfügen über einen Balkon, zu erreichen durch Doppeltüren
Der Entwurf von dem Neubau an der Bügelstraße. Pro Etage sind zwei Wohnungen für Zwei-Personen-Haushalte sowie fünf Wohnungen für Alleinstehende vorgesehen. Alle verfügen über einen Balkon, zu erreichen durch Doppeltüren
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mieter aus dem vor dem Abriss stehenden Altbauten an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße sollen in den Neubau an der Bügelstraße umziehen. Bauantrag ist bei der Stadt Bottrop gestellt.

Bottrop..  Der Bauantrag ist gestellt, mit einem positiven Bescheid rechnen die Verantwortlichen innerhalb der nächsten zwei Wochen – und dann kann er im August beginnen: Der Neubau eines dreistöckigen Gebäudes mit 21 öffentlich geförderten, barrierefreien Seniorenwohnungen auf dem Gelände der Arbeiterwohlfahrt (Awo) an der Bügelstraße. Errichtet werden soll der Bau auf der Wiese, die vor dem Ernst-Löchelt-Seniorenzentrum liegt.

Den Hintergrund des Bauprojekts mit einem Bauvolumen von insgesamt 2,5 Millionen Euro (davon 1,7 Millionen Euro als Darlehen von der NRW-Bank) erläutert Jörg Richard, stellvertretender Geschäftsführer der Awo Westliches Westfalen: „Wir haben hier einen Bestand, der den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügt.“ Gemeint sind die 24 Altenwohnungen in den 45 Jahre alten Gebäuden, die schräg gegenüber an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße 7-7e stehen. Hochparterre, keine Aufzüge, Bäder, die nicht barrierefrei sind, fehlende Dämmung – an den Häusern wäre einiges zu tun. Doch die Awo kam zu dem Schluss: „Der Aufwand für die Sanierung wäre so hoch, dass es besser ist, man reißt ab und baut neu“, so Andrea Wulfmeyer vom Referat Liegenschaften. Den jetzigen 18 Altbau-Mietern habe man in Kooperation mit dem zuständigen Amt für Wohnungswesen Wohnungen im Neubau angeboten – und Unterstützung bei ihrem Umzug. Diese Vorgehen sei auf einer Mieterversammlung auch ganz überwiegend auf Zuspruch getroffen.

Bis der Einzug in die neuen Seniorenwohnungen ansteht, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Ab Baustart rechnet Architekt Torsten Brzezicki mit rund zwölf Monaten Bauzeit. Entstehen werden auf drei Etagen sechs Ehepaar-Wohnungen (61 Quadratmeter) sowie 15 Wohnungen für Alleinstehende (47 Quadratmeter). Alle verfügen über einen Abstellraum in der Wohnung (statt im Keller) und einen Balkon. „Wir haben besonders darauf geachtet, dass wir großzügige Fenster haben“, erläutert Architekt Torsten Brzezicki vom Architekturbüro Klemencic. Fenster mit niedriger Brüstungshöhe – damit die Mieter auch im Sitzen oder Liegen stets gut nach draußen schauen können. Alle Bereiche der Wohnung – inklusive Balkon und Dusche – sollen auch mit Gehhilfen gut erreichbar sein. Stellplätze für Rollatoren und Aufzüge gehören zur Ausstattung des Hauses. „Ein Wort zur Haustechnik: Wir planen hier eine Solarkollektor-Anlage für die Warmwassergewinnung“, so Brzezicki.

50 weitere Wohnungen geplant

Nach der Umzugsphase sollen die alten Gebäude an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße abgerissen werden – und damit Platz machen für weitere öffentliche geförderte, barrierefreie Wohnungen. Die Awo plant mit zwei weiteren neuen Häusern mit insgesamt 50 Wohnungen. Der Bedarf ist da, davon sind die Verantwortlichen der Awo überzeugt. Die Nachfrage nach Altenwohnungen sei immens hoch, berichtet Peter Schmidt, Leiter der Einrichtung. „Wir haben Wartelisten hier, auf denen manche teilweise seit sechs, sieben Jahren stehen.“