Ausstellung „Revier-Perlen“ der Kunstgemeinschaft wandert weiter

Drei Mal „Revier-Perlen“: Jetzt gibt es die Ausstellung auch als Katalog. Damit legt die Kunstgemeinschaft Bottrop nicht nur einen Überblick der gleichnamigen großen Ausstellung vor, die mit 117 Arbeiten im vergangenen Jahr in der Sparkasse zu sehen war. Gleichzeitig erinnert die Künstlervereinigung damit auch an ihr 45-jähriges Jubiläum, das sie 2014 feiern konnte. Und damit die „Revier-Perlen“ nicht einfach still und leise wegkullern, hat die Sparkasse die große dreiteilige Gemeinschaftsarbeit unter diesem Titel kürzlich erworben (die WAZ berichtete) und dauerhaft im Foyer ihrer Hauptstelle am Pferdemarkt platziert.

Aber die Revier-Perlen gehen auch auf Reise. Ab Sonntag sind sie in Duisburg-Marxloh in der dortigen Kreuzeskirche zu sehen. „Allerdings in etwas abgespeckter Version“, wie Bernhardine Lützenburg einschränkt. Nun ja, es gibt immer noch 90 Arbeiten von ursprünglich 117, also von einer drastischen Ausdünnung kann dabei keine Rede sein. „Aber wir versuchen immer auch, auf den Raum zu reagieren und möglichst nicht zuviel zu zeigen“, sagt die Vorsitzende.

Schön am Katalog der „Revier-Perlen“ ist nicht nur der Rückblick, sondern auch die Informationen zu den Arbeiten, für die reale Orte des Reviers Pate gestanden haben. Egal ob es sich um den Tetraeder, den Essener Gruga-Park oder den Engel am Kamener Kreuz handelt: Oft wird eine kurze Ortsgeschichte oder das Wichtigste der jeweiligen Landmarke im Text angefügt. Aber es gibt auch eine Hommage an die menschlichen Perlen des Reviers, wie bei Karina Pietrucha, unter deren Arbeit „Perlen“ - unzählige Retro-Look-Figuren - sich einfach charmante Adjektive reihen.