Das aktuelle Wetter Bottrop 10°C
Alpincenter

Ausschuss lehnt weiteres Gutachten zum Alpincenter ab

27.01.2012 | 17:32 Uhr
Ausschuss lehnt weiteres Gutachten zum Alpincenter ab
Die Skihalle soll stabilisiert werden durch eine Anschüttung des Berges.Foto: Sascha Schuermann/dapd

Bottrop.  Das war zu erwarten: Die beiden von der DKP vielfach zitierten Fachleute für Haldenfragen Dr. Frank Otto und Dr. Lutz-Heinrich Benner werden nicht zu einem Fachvortrag zum Setzungsverhalten der Halde der Skihalle eingeladen. Das hatte die DKP beantragt - die Ausschussmehrheit mit SPD und CDU lehnte ab.

Hermann Hirschfelder (CDU) mochte nicht an die Neutralität der beiden Gutachter glauben und formulierte es mit Blick auf Michael Gerber (DKP) drastisch: „Die beiden sind durch Sie total verbrannt.“ Was die beiden meinten, so Hirschfelder, sei durch die Öffentlichkeitsarbeit der DKP ja leidlich bekannt. Und von der Analyse und der Problemlage des Haldenzustands eigentlich auch unstrittig, ergänzte der Technische Beigeordnete Norbert Höving. Er habe im Gespräch auch mit Skihallen-Betreiber van der Valk, bei dem Dr. Benner zugegen war, keinen Dissens bemerkt. Das Alpincenter beauftrage aber eigene Gutachter.

Zehn Jahre Alpincenter

Dabei geht es momentan nicht mehr um die strittigen und jetzt geminderten Zentimeter der Schiefstellung der Halle (wir berichteten) - da sieht auch Michael Gerber keine akuten Handlungsbedarf. Aber, so Gerber, jede Diskussion um die jetzt vom Alpincenter beantragte Haldenerweiterung, bei der die Anschüttung die Standsicherheit erhöhen soll, sei nicht zielführend, solange das Grundproblem nicht richtig erkannt sei. Und dafür wünsche sich die DKP die beiden Fachleute Dr. Benner und Dr. Otto zu einem Vortrag in den Planungsausschuss.

Alpincenter lehnte fachliche Beratung ab

Denn - so die ersten Warnung von Dr. Benner (die WAZ berichtete) - durch die talseitige Anschüttung der Halde würden die problematischen bergseitigen Absenkungen der Skihalle noch zunehmen. Das will die DKP näher erläutert sehen. Dr. Benner hatte dem Alpincenter seinerseits eine fachliche Beratung zu weiterführenden bautechnischen Maßnahmen angeboten - dies Angebot hat das Alpincenter nicht angenommen. Und der Planungsausschuss jetzt auch nicht das Vortragsangebot.

Bottrop - von oben

Die DKP kritisiert die Entscheidung der Ausschussmehrheit, mit der verhindert werde, „dass auch unabhängige Gutachter zu den statischen Problemen des Alpincenters im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz zu Wort kommen“. Sich allein auf Gutachter des Alpincenters zu verlassen habe der Skihalle und der Stadt erst die jetzigen Probleme beschert. Eine Freizeitstätte mit jährlich mehreren hunderttausend Besuchern vertrage sich nicht mit dauerhaften Statikproblemen.

Helga Pillar

Facebook
 
Kommentare
30.01.2012
21:27
Schluss mit lustig............ Oberbürgermeister Tischler muss endlich handeln!
von stesocom | #9

Schluss mit lustig............

Oberbürgermeister Tischler muss endlich handeln!


Es geht eigentlich nicht mehr um die Skihalle. Es geht auch nicht mehr um das Finanzielle! Nunmehr geht es um Menschenleben. Ich war so frei und habe Herrn Oberbürgermeister Tischler heute ein Schreiben zukommen lassen, um eine genaue Untersuchung der Sachlage anzuordnen! Bis dato hat er sich nicht gemeldet, so dass ich ihm das Schreiben via Einschreibe / Rückschein morgig nochmals zustellen werde. Niemand soll behaupten können, Tischler hätte nichts gewusst, gell.....


Tischler ist der Volksvertreter der Stadt Bottrop. Infolgedessen sollte er auch sich so verhalten. Ich erwarte eine ordentliche Untersuchung der Skihalle, um die Sicherheit der Besucher(innen) gewährleisten zu können. Sollte dies` nicht der Fall sein muss explizit Herr Tischler bei Schadenseintritt zur Verantwortung gezogen werden.


Aber...nicht nur er!!!!!!


Stefan Soppe (...am Ende seiner Geduld)

30.01.2012
09:15
Ausschuss lehnt weiteres Gutachten zum Alpincenter ab
von harry621 | #8

@ Politikverdrossener
Iss ja prima, das hier alles besprochen wurde, und die Verantwortlichen mittlerweile alle namentlich genannt wurden. Hoffentlich führt die WAZ ihr Archiv auch weiter sehr ordentlich, nicht das hinterher nichts mehr zu finden ist.
Ich kann mich nur wundern, das jeder dafür seine Zukunft aufs Spiel setzt. Gibts da vielleicht Sondergratifikationen?

29.01.2012
18:53
Ausschuss lehnt weiteres Gutachten zum Alpincenter ab
von Politikverdrossener | #7

Verstanden,

ich werde die Liste der Leute gegen die ich Anzeige im Falle eines Unglücks erstatten werde um den Namen Hirschfelder ergänzen.
Es KANN hinterher keiner sagen, er habe nichts gewußt

28.01.2012
12:58
Ausschuss lehnt weiteres Gutachten zum Alpincenter ab
von harry621 | #6

Das ist ähnlich wie mit den Kalkfesen auf Rügen. Menschenleben sind egal, gesperrt wird nicht, denn die Kasse muß stimmen.
Freut Euch, Touristen. Survivalurlaub auf der Halde.

28.01.2012
12:53
@ stesocom
von harry621 | #5

Genau meine Meinung. Hier scheinen wirtschaftliche Interessen vor dem Schutz von Leben und gesundheit zu stehen. Alle Befürworter des weiteren betriebes dieser maroden Schrottanlage sollten erfasst und hinterher (nach dem Gau) gemeinschaftlich zur Rechenschaft gezogen werden.
Ich wüßte gerne welche Seilschaften, im wahrsten Sinne des Wortes, dieses Risiko forcieren.Hinterher natürlich nicht mehr festzustellen. Dieser ganze Pfusch an der Halde kann doch nur zur Katastrophe führen. Passiert ist da ja auch schon genug.

28.01.2012
10:57
Sicherheit vs. Kommerz! Wie verantwortungslos verhalten sich SPD und CDU Ratspolitiker eigentlich?
von stesocom | #4

Scheinbar sind sich beide große Parteien aus CDU und SPD gar nicht darüber im Klaren, was hier eigentlich passieren kann. Die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruches der Halle ist da. Das alleine berechtigt dazu, alle nur nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um diese unhaltbare Situation entgegenzuwirken. Hier allerdings sieht die Stadtregierung keinen Bedarf. Warum auch? Man hat doch ein weiteres Gutachten der Betreiberfirma! Von Objektivität ist keine Spur mehr zu sehen. Natürlich fragt sich die Bevölkerung, wie Oberbürgermeister Bernd Tischler (SPD) insgesamt dazu steht. Er als Chef der Verwaltung hätte selbstredend die Möglichkeit, nochmals ein externes Gutachten einzuholen und persönlich sich mit den Fachleuten für Haldenfragen, Dr. Otto und Dr. Brenner, auszutauschen. Doch Tischler schweigt und stimmt damit der Mehrheitsentscheidung des Planungsausschusses zu.


Die Bottroper Bevölkerung muss sich derzeit wirklich fragen, inwieweit das Verhalten der unternehmenden Stadträte verantwortungslos ist, und ob hier eigentlich nur im Sinne des Kommerzes gehandelt wird, anstatt die körperliche Unversehrtheit der Besucher zu garantieren!



Stefan Soppe

28.01.2012
09:15
Ausschuss lehnt weiteres Gutachten zum Alpincenter ab
von stesocom | #3

http://www.lokalkompass.de/bottrop/politik/unfassbar-trotz-statikproblemen-bleibt-skihalle-bottrop-offen-d127021.html

28.01.2012
09:14
Ausschuss lehnt weiteres Gutachten zum Alpincenter ab
von stesocom | #2

Sollte es zu einem scheinbar unvermeidlichen Unfall - sprich einen Zusammenbruch der Skihalle -mit Personenschaden kommen, den die Stadtverwaltung durch ihr praktisches Nichtstun zu verantworten hat, sind insbesondere der Verwaltungschef Herr Oberbürgermeister Bernd Tischler (SPD), der Technische Beigeordnete der Stadt Herr Norbert Höving (CDU), sowie der zuständige städtische Statiker straf - und zivilrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.

27.01.2012
21:59
Ausschuss lehnt weiteres Gutachten zum Alpincenter ab
von spalter1 | #1

Wenn ich dieseses Gelaber, richtig verstanden habe. So geht es jetzst nur noch um irgendwelche Politischen reiberreien , die Gutachter, die immer der Nase der jeweiligen Partei, gekaufte Gutachten gestellt haben, sind nicht mehr,gültigt, gefragt, sonstwas. Die Kasperköppe gehören alle in einen Sack, und dann kräftig mit dem Knüppel drauf. Soviel unwissen auf einen Haufen... Ich hoffe das diese unfähigen Kanisterköppe auch zur Verantwortung gezogen werden, wenn der schlimmste Fall eintreten sollte...

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6289976/create

Aktuelle Fotos und Videos
Rathaussturm
Bildgalerie
De Zoch kütt !
Bildgalerie
VfB Helau
Bildgalerie
Aus dem Ressort
Volksbank wächst in Zeiten der Krise
Wirtschaft
„In dieser Zeit des Wandels kann die Volksbank Kirchhellen eG Bottrop auf ein sehr gutes Jahr 2011 blicken.“ Eberhard Kreck vom Vorstand der Bank führt das auf die Eigenschaften „Verlässlichkeit und Sicherheit“ zurück, was sich zum einen in der Bestandssicherung der Kundeneinlagen, zugleich im...
Text
Rheinbabenwerkstatt arbeitet für Bergwerk
Wirtschaft
Kohlestücke auf Holz – das ist das neueste Produkt der Rheinbabenwerkstatt. Einen entsprechenden Produktionsauftrag vergab das Bergwerk Prosper-Haniel nun an die Behindertenwerkstatt der Diakonie.