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Aus für Sportplätze droht: Bottrop gibt Clubs neue Chance

08.02.2016 | 18:10 Uhr
Aus für Sportplätze droht: Bottrop gibt Clubs neue Chance
Aufrappeln wie hier Fortuna II-Torhüter Andre Stoffel sollen sich die Sportfreunde 08/21. Dann wird ihr Sportplatz an der Paßstraße womöglich doch nicht geschlossen.Foto: Winfried Labus

Bottrop.   Nur Schließung des Platzes an der Neustraße beschlossen. Aufgabe in Welheimer Mark und an Paßstraße auf Anfang 2017 vertagt. Platz in Feldhausen von der Streichliste genommen

Drei Fußballplätze in der Stadt stehen auf der Kippe. Das Aus für den Sportplatz an der Neustraße ist beschlossene Sache. Offiziell wird der Sport- und Bäderbetrieb diesen voraussichtlich im April aufgeben. Ganz oben auf der Schließungsliste stehen außerdem die Fußballplätze an der Paßstraße und in der Welheimer Mark. Die Fußballvereine, die darauf trainieren und spielen, bekommen allerdings eine Bewährungsfrist bis Anfang 2017.

Sanierung würde viel Geld kosten

„Dass uns die Schließung einiger Sportplätze nicht erspart bleiben wird, war zu erwarten“, sagte SPD-Sportsprecher Jürgen Koch. „Wir müssen Fußballplätze auch zu machen, weil sie sehr marode sind. Diese zu sanieren, würde sehr viel Geld kosten“, erklärte der Ratsherr.

Koch bezieht sich auf Ergebnisse der Universität Wuppertal, die untersucht hatte, wie viele Bürger in den kommenden Jahren wohl welchen Sport betreiben werden. „Gerade die Fußballvereine haben danach immer weniger Nachwuchs. Die Aufgabe des Fußballplatzes an der Neustraße ist da ein erster Schritt. Das finden wir ganz gut“, sagte der SPD-Sprecher.

Möglichkeit der Umsiedlung geben

Eine Schließung der Sportplätze von jetzt auf gleich, lehnen die Ratsparteien mit Ausnahme des Geläufs an der Neustraße jedoch ab. „Wir müssen den Vereinen ja wenigstens die Möglichkeit geben umzusiedeln“, sagte Koch, mehr noch: Die Clubs sollen auch eine Bewährungschance bekommen. „Feldhausen ist das beste Beispiel für die anderen Plätze. Die Vereine müssten einfach mal aus den Hufen kommen. Das gilt gerade auch für den Platz in Vonder-ort. Der Ortsteil würde das durchaus hergeben“, meint ÖDP-Ratsherr Johannes Bombeck.

Ein dickes Lob erteilt

Er verwies darauf, dass der Sportplatz in Feldhausen als einer der ersten auf der Schließungsliste der Stadt stand, weil er kaum noch genutzt wurde. Mittlerweile trainiere der TSV Feldhausen darauf wieder mit zwei Erwachsenenmannschaften und fünf Jugendteams. Zuzugsgebiet für Familien sei der Ortsteil wegen seiner Neubaugebiet ohnehin. Der Betriebsausschuss des städtischen Sport- und Bäderbetriebes entschied daher, die Schließungspläne für den Platz zurückzunehmen. „Ein dickes Lob für den TSV Feldhausen, der Verein hat gute Arbeit geleistet. Das ist wirklich klasse“, findet daher auch CDU-Ratsherr Bastian Hirschfelder. Der SV Vonderort im Süden hat dagegen nur zwei Teams zum Spielbetrieb angemeldet. Den Sportplatz habe die Stadt kürzlich erst saniert, so dass eine Schließung nicht in Frage komme. Daher zieht die Hobbyliga von der Neustraße auf den Platz am Wienberg um, damit dieser geschlossen werden kann. „Die Hobbyligisten spielen schon in Vonder-ort“, sagte Jürgen Heidtmann, Leiter des Sport- und Bäderbetriebs. An der Neustraße ist damit nun auch Raum für die neue Sporthalle des Josef-Albers-Gymnasiums.

Baseballer machen Hoffnung

Die selbe Chance wie der TSV Feldhausen im Norden sollen auch die kürzlich erst aus SC Viktoria 21 und SV Vorwärts 08 fusionierten Sportfreunde 08/21 in Stadtmitte bekommen. Sie trainieren und spielen zurzeit mit fünf Teams an der Paßstraße. Hinzu kommen drei Gruppen der Behindertensportgemeinschaft. Trotz des ausgesprochen schlechten Zustands des Platzes schiebt der Sport- und Bäderbetrieb die Schließung auf. Sollte die Aufgabe des Platzes Anfang 2017 dennoch beschlossen werden müssen, können die Sportfreunde und Behindertensportler auf die Sportplätze in den Weywiesen umziehen.

Neue Sportart angesiedelt

Den Ascheplatz wie den Rasenplatz auf dem Eigen könne der SV 1911 allein ohnehin nicht auslasten, begründet der Sportbetrieb diese Pläne. „An der Paßstraße und in der Welheimer Mark gibt es große freie Kapazitäten“, sagte Sportbetriebsleiter Heidtmann. Die sportliche Heimat des Fußballvereins SSV 51 sei der Sportplatz mit der zweitniedrigsten Auslastung in Bottrop. In der Welheimer Mark tummele sich neuerdings aber auch der Baseballclub „Black Jacks“ und ja auch noch die Betriebssportgemeinschaft der Vestischen. „Mit den Black Jacks hat sich eine für Bottrop völlig neue Sportart angesiedelt“, sagte Heidtmann.

Norbert Jänecke

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2016-02-08 18:10
Bottrop