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Auf goldenen Flügeln des Gesangs

04.01.2016 | 18:31 Uhr
Auf goldenen Flügeln des Gesangs
Rose Watson begeisterte beim Auftirtt der „Black Gospel Angels“ in der Bottroper Kulturki9rche Heilig Kreuz.Foto: Heinrich Jung

Bottrop.  Die „Black Gospel Angels“ traten jetzt mit einer zweistündigen Show in Heilig Kreuz auf.Die Formation mit der fulminanten Queen Yahna und Rose Watson überzeugte stimmlich und tänzerisch

Tosender Applaus empfing die „Black Gospel Angels“ bereits in der Kulturkirche Heilig Kreuz: die Bottroper Gemeinde bereitete der Formation ein herzliches Willkommen. Die aus den USA angereisten Stars tanzten, klatschten und sangen unter vollem Körpereinsatz; sie gaben in einer zweistündigen spirituellen Show auf der Bühne alles, um den amerikanischen Gottesdienst ins westfälische Bottrop zu bringen. Sie fesselten das Publikum mit ihren Stimmen und ihrer Leidenschaft für die Musik. 250 Besucher füllten die Bänke und Sitze der Kirche; sie freuten sich, die Gospel-Ikonen „Queen Yahna“ und Rose Watson live erleben zu können.

Stimmgewaltige Solo-Passagen

Watson, die den renommierten Gospel-Chor leitet, begann die Show – passend zum Chornamen – mit einem Song über Engel. Sie schwebte förmlich in einem Gewand auf die Bühne, an dem eine goldene Schleppe befestigt war, die sie wie Flügel – mit ausgestreckten Armen – ausbreitete. Ein Bild, das viele Besucher des Konzertes bisher noch nicht gesehen hatten.

Ihre Begleiter, die Sängerinnen und Sänger, die sich in gelbe und violette Gebetskleider hüllten, nahmen ihre Plätze vor dem Altar ein. Sie ließen ihre Stimmen – laut sowie leise, hoch sowie tief – im Raum erklingen. Eine Band unterstützte den Chor am Klavier, an der Gitarre sowie am Saxofon.

Die Musiker unterstrichen die Texte der Songs, die über die Liebe zu Gott, Gebete und den Himmel handelten, mit einer ausdrucksstarken Gestik und Mimik. Sie hoben die Hände in die Höhe, legten sie auf ihre Brust und ließen die Arme rhythmisch kreisen. Stimmgewaltig sangen sie in Solo-Passagen oder im Kanon, sie begleiteten die kirchlichen Melodien mit symbolischen Bewegungen.

Spätestens als „Queen Yahna“ die Bühne betrat, erhob sich der letzte Gospel-Fan und klatschte im Takt zu Liedern wie „Amen“, „He’s got the whole World in his Hands“ oder „Happy day“ mit.

Obwohl diese Art einen Gottesdienst zu feiern vielen Gästen noch neu und unbekannt schien, gewöhnte sich das Publikum schnell daran, direkt in die Darbietung eingebunden zu sein. „We sing all the time, you got to sing with us (Wir singen die ganze Zeit, ihr müsst mit uns singen)“, so die Aufforderung Watsons, der prompt gefolgt wurde. Mehrfach schallte der Refrain „He loves me (Er liebt mich)“ laut durch die Kirche und der Chor applaudierte für das Publikum.

„Der heutige Abend ist eine neue Erfahrung für mich. Es ist sehr interessant, die Künstler in solcher Aktion zu sehen. Ich finde es toll, dass die Leute mitmachen. Die Musik ist einzigartig, auch wenn ich mit ihr noch nicht so vertraut bin“, schwärmt Maria Lill (27), eine Besucherin des Gospel-Konzertes.

Maximilian Hulisz

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2016-01-04 18:31
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