Auch in Bottrop purzeln jetzt die Preise für Sommersachen

Überall in der Stadt Bottrop hat bei den Einzelhändlern der Sale begonnen. Claudia Stein, Teamleiterin im Modehaus Mensing, beobachtet aber auch das Interesse der Kunden an der neuen Herbstware.
Überall in der Stadt Bottrop hat bei den Einzelhändlern der Sale begonnen. Claudia Stein, Teamleiterin im Modehaus Mensing, beobachtet aber auch das Interesse der Kunden an der neuen Herbstware.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Auch wenn es den Schlussverkauf nicht mehr gibt, kann man jetzt günstig Sommersachen kaufen. Das freut vor allem die, den Urlaub noch vor sich haben.

Bottrop.. T-Shirts für fünf Euro, Bermudas für neun Euro, Kleider für 15 Euro und Sandalen für 9,95 Euro. Auch wenn es den Schlussverkauf eigentlich gar nicht mehr gibt, so läuft er doch auf Hochtouren. Knallrot prangen in den meisten Schaufenstern der Innenstadt die Schilder „Sale!“, „SSV-Kracher“ und „Knallhart reduziert“ und locken mit Reduzierungen bis zu 70 Prozent die Kunden in die Geschäfte.

"Auch Kleider gehen bei den Temperaturen sehr gut"

Doch die kaufen wohl nur nach Bedarf, zeigt eine Umfrage unter den Geschäftsleuten. „Die Saison lief lange recht verhalten“, meint Thorsten Spliethoff, Filialleiter von C & A. „Aber die heißen Sommertage waren super! Die Leute kamen trotz der Hitze und gefragt waren natürlich vor allem T-Shirt’s und kurze Hosen.“ Diese Artikel waren auch im Modehaus Mensing besonders begehrt. „Auch Kleider gehen bei den derzeit sommerlichen Temperaturen sehr gut“, sagt Teamführerin Claudia Stein. Auch die trendigen Jogpants (dünne Hosen mit Gummizug) und Jumpsuits (durchgehende Hosenanzüge) seien momentan besonders gefragt. „Man merkt, die Leute decken sich für den Urlaub ein“, so Stein.

Kritik am frühen Start

Skeptisch betrachten manche Geschäftsleute, dass die Reduzierungen immer früher beginnen. „Das macht den Einzelhandel kaputt“, ist Hewin Jned, Assistentin der Geschäftsführung im Schuhgeschäft Tamaris überzeugt. Hier sind bislang nur geschlossene Schuhe wie Ballerinas, Slipper und Mokassins aus der Frühlingskollektion reduziert. „Momentan verkaufen sich aber vor allem die nicht reduzierten Sandalen und Zehentrenner gut.“

Auch Johannes Stovermann Inhaber des Modegeschäfts „j-turn“ sieht den allzu frühen Schlussverkauf kritisch, verkauft eher „einzelne Sachen, die lange nicht gut gingen zum reduzierten Preis, um Platz für Neues zu schaffen.“

Die Innenstadt müsse grundsätzlich an Attraktivität gewinnen. Die Kaufkraft wandere ab ins Centro und nach Essen, „und auch das Internetgeschäft macht uns zu schaffen“, so Stovermann. „Die Saison lief sehr verhalten, um Kunden zu locken wäre kostenloses Parken ein erster Schritt.“

Auch wenn momentan noch niemand so recht an die kühle Jahreszeit denken mag, so schmuggeln sich doch schon die ersten Artikel der neuen Herbstkollektion in die Läden. „Und man glaubt es kaum: Die Leute sind taff, probieren auch bei Hitze die warmen Sachen an und kaufen sie auch“, erzählt Claudia Stein.

Lange Strickjacken, Hosenblusen, Ponchos und Strickmäntel seien bereits gefragt. Auch Thorsten Spliethoff beobachtet das Interesse der Kunden an der neuen Herbstware. „Nicht allzu dicke Sachen werden bereits gekauft.“ Im Schuhgeschäft Tamaris geht die erste Herbstware ebenfalls bereits über die Ladentheke: „Pumps gehen immer“, so Hewin Jned und zeigt begeistert die neuen Modelle in Blau- und Mokkatönen.