Apotheker werben für den PTA-Beruf

Beruf mit Verantwortung: Die Apotheker-Kammer meldet Bedarf an Pharmazeutisch-Technische Assistentinnen
Beruf mit Verantwortung: Die Apotheker-Kammer meldet Bedarf an Pharmazeutisch-Technische Assistentinnen
Foto: ABDA
Was wir bereits wissen
Die Absolventen des laufenden Ausbildungsjahres haben in Bottrop inzwischen alle eine Festanstellung bekommen. Die Apotheker-Kammer spricht von einer „faktischen Jobgarantie“

Bottrop..  Die Apothekenkammer in Bottrop wirb jetzt gezielt für den Beruf der Pharmazeutisch-Technischen Assistentin, kurz PTA. Die Kammer verweist darauf, dass alle Absolventinnen und Absolventen des laufenden Ausbildungsjahres inzwischen eine Festanstellung in einer Apotheke erhalten haben. „Ausbildungen inklusive einer faktischen Jobgarantie kann man mit der Lupe suchen“, sagt Apothekerin Birgit Lauer, Sprecherin der hiesigen Kammer.

Die Ausbildung

PTA sind neben den studierten Apothekern die einzigen, die Arzneimittel an die Patienten in der Apotheke abgeben dürfen. Voraussetzung für den Besuch einer PTA-Lehranstalt ist ein Realschulabschluss oder ein vergleichbarer anderer Bildungsabschluss. Der zweijährige Lehrgang umfasst theoretische und praktische Unterrichtsfächer und spiegelt die Vielfalt des Berufsbildes wider: „Auf dem Lehrplan stehen Arzneimittelkunde, Arzneimittelherstellung, Botanik, Ernährungslehre, ebenso wie allgemeine und pharmazeutische Chemie aber auch Gift- und Gesetzeskunde“, sagt Lauer. In der unterrichtsfreien Zeit vermittelt ein vierwöchiges Praktikum in der Apotheke, die so genannte Famulatur, erste Einblicke in den Betrieb und pharmazeutische Tätigkeiten. „Auf die zwei Jahre in der PTA-Lehranstalt folgt ein sechsmonatiges – bezahltes – Praktikum in der Apotheke. „Vor dem Praktikum legen die angehenden PTA eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische Prüfung ab. Nach dem Praktikum gibt es dann noch eine letzte mündliche Prüfung“, sagt Birgit Lauer.

Der Beruf der PTA wurde Ende der sechziger Jahre geschaffen und von Anfang an so angelegt, dass pharmazeutische Tätigkeiten ausgeführt werden können. So gibt die PTA Arzneimittel ab und informiert über deren richtige Anwendung. Darüber hinaus übernimmt die Kraft alle anfallenden Arbeiten im Labor, prüft die Ausgangsstoffe für die Herstellung von Arzneimitteln in der Apotheke, fertigt individuelle Rezepturen für Kunden und Patienten oder prüft die Qualität von Fertigarzneimitteln. Zum Aufgabengebiet gehört auch die Beratung zu apothekenüblichen Waren.

Die Ausbildung qualifiziert aber auch für Tätigkeiten in anderen Bereichen des Gesundheitswesens, etwa bei der Entwicklung oder Herstellung von Arzneimitteln, in Behörden und Untersuchungslaboratorien.