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Angst vor dem Park-Chaos an der Hochschule Ruhr West in Bottrop

30.10.2012 | 16:50 Uhr
Angst vor dem Park-Chaos an der Hochschule Ruhr West in Bottrop
Schon jetzt ist die Parksituation rund um die Berufsschule angespant.Foto: Birgit Schweizer

Bottrop.   Anwohner am neuen Standort der Hochschule Ruhr West in Bottrop befürchten ein Park-Chaos, wenn die Studenten kommen. Denn schon jetzt ist die Parkplatznot groß, da auch viele Berufsschüler mit dem Auto kommen. Eine Bürgerinitiative fordert alternative Stellflächen.

Dieser Autofahrer hat aufgegeben. Seinen silbernen Opel hat er kurzerhand mitten auf dem Bürgersteig, genau gegenüber der Berufsschule abgestellt. Vielleicht wollte er nicht zu spät kommen, vielleicht hatte er keine Lust, weiter auf der Suche nach einem Parkplatz durch die Straßen rund um die Berufsschule zu kurven. Also hat er sich für die – ganz vorsichtig ausgedrückt – nicht so legale Variante entschieden. Die offiziellen Parkplätze rund um die Berufsschule sind morgens um acht Uhr längst vergeben – aufgeteilt zwischen Anwohnern und Schülern. Wer jetzt noch kommt, hat keine Chance auf ein Plätzchen für den Pkw. „So sieht das jeden Morgen aus“, sagt Anwohnerin Yvonne Nowoczyn.

Nicht gegen die Fachhochschule

Genau das macht den Anwohnern an Lützow- und Eichenstraße sowie An der Berufsschule Sorgen. Denn derzeit wächst dort die Hochschule Ruhr West in die Höhe. Gerade einmal 150 Parkplätze bräuchte es für offiziell 500 Studenten. Das haben die Planer errechnet. Von „schön gerechnet“ sprechen die Anwohner, zumal inzwischen durchaus auch von 800 Studenten die Rede ist. Deshalb haben sich die Anwohner zu einer Bürgerinitiative zusammen getan. Das Bottrop eine Fachhochschule bekommt, das begrüßt die Initiative. „Aber was die Parkplätze angeht, ist es eine absolute Fehlplanung“, so Yvonne Nowozcyn. Unterstützung erhält sie von Sabine Dornieden: „Wenn abends Veranstaltungen in der Berufsschule sind, findet man bis 22 Uhr keinen Parkplatz.“

DIe Bürgerinitiative
Die nächsten Schritte der Bürgerinitiative

Unterstützung erhofft sich die Bürgerinitiative von den Bottroper Landtagsabgeordneten. Die Initiative will Cornelia Ruhkemper (SPD) und Annette Bunse (CDU) ansprechen und hofft, dass sich die Abgeordneten auf Landesebene für zusätzliche Parkplätze einsetzen.

Bei der Grundsteinlegung will die Initiative auch auf ihr Anliegen aufmerksam machen.

Kontakt zur Bürgerinitiative per Mail an Markus Stamm:
hrw-parken@bottrop-intern.de

Die Anwohner werfen dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes vor, als Bauherr keine Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen. „Der Parkdruck ist groß genug“, sagt Markus Stamm, der ÖDP-Vertreter im Bezirk Mitte und Mitinitiator der Initiative. Zumal viele Anwohner auf ihren Grundstücken keine Stellplätze schaffen können. „Unser Haus ist von 1938, damals hat niemand an so etwas gedacht“, sagt Markus Laakmann.

 

Stadt und Politik sollen beim Land Druck aufbauen

Daher wünscht sich die Initiative, dass Stadt und Politik Druck aufbauen. Denn das Parkplatzproblem, es müsse gelöst werden. Alternative Stellflächen müssten geprüft werden, etwa am Gesundheitsamt oder aber direkt an der Berufsschule. „Die Stellfläche für Mofas und Fahrräder wird kaum genutzt. Da könnten auch Autos stehen“, so Sabine Dornieden. Der Vorschlag der Initiative: „Vielleicht könnten an mehreren Stellen einfache Parkdecks gebaut werden. Dann würde die Belastung gleichmäßig verteilt, die Studenten würden auf der Suche nach einem Parkplatz nicht nur durch eine Straße kurven“.

Am provisorischen Standort der Hochschule an der Tannenstraße laufen gerade die Bauarbeiten für einen zusätzlichen Parkplatz an.

Matthias Düngelhoff



Kommentare
01.11.2012
08:32
Angst vor dem Park-Chaos an der Hochschule Ruhr West in Bottrop
von wenco | #1

Hilfreich wäre es bestimmt, wenn die Anbindung der Hochschule an öffentliche Verkehrsmittel verbessert und beworben würde. Vielleicht steigt dann so mancher Student vom Auto auf Bus und Bahn um.

1 Antwort
Angst vor dem Park-Chaos an der Hochschule Ruhr West in Bottrop
von truckerchen | #1-1

Dem stimme ich zu und möchte zusätzlich auch das Fahrrad als Verkehrsmittel in Erinnerung bringen. Mit einer ordentlichen Infrastruktur lassen sich viele Leute somit aus dem Auto holen.

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