Angelteich an der Grafenmühle bekommt keinen Biergarten

Foto: Olaf Fuhrmann
Was wir bereits wissen
Beirat verweigerte Genehmigung für Terrassenbau. Für Angelverein ist der Betrieb reine Tierquälerei. Vorsitzender Glowka spricht von "Forellenpuff".

Bottrop-Kirchhellen.. Der Betreiber des Angelteichs an der Grafenmühle bekommt vom Landschaftsbeirat vorerst keine Genehmigung für den Neubau einer Terrasse am Clubhaus, die als Biergarten genutzt werden soll. Der Beirat entschied einstimmig, es seien noch Fragen ungeklärt. Das Gremium erklärte sich einverstanden, die Genehmigung nach Klärung der offenen Fragen per Dringlichkeitseinscheidung zu erteilen.

Fische werden eingesetzt, um sofort geangelt zu werden

Der Fischereiaufsicht ist der Angelteich an der Grafenmühle seit Jahren schon ein Dorn im Auge. Fische einzig zu dem Zweck in den Teich einzusetzen, damit sie unmittelbar danach von den Anglern herausgefischt werden können, sei mit dem Tierschutz nicht vereinbar, sagt Reinhard Glowka, Vorsitzender des Vereins „Petri Heil“.

Er bezeichnet den Angelbetrieb dort auch als „Forellenpuff“ und erinnerte daran, dass Amtstierärztin Dr. Annette Geisthardt die Ausweisung einer Rückzugsfläche für Fische unmittelbar an der Stelle angeordnet hatte, wo jetzt die Terrasse in den See hinein gebaut werden solle.

Ortstermin am Angelteich vorgeschlagen

Der Beiratsvorsitzende Hans-Jürgen Fey schlug deshalb vor, diese und andere Fragen bei einem Ortstermin am Angelteich zu besprechen. Wenn die Vorgaben der Amtstierärztin eingehalten werden, könne die Befreiung vom Bauverbot im Landschaftsschutzgebiet erteilt werden.