An Bottrops Schulen soll es sicherer werden

Ein Walking Bus unterwegs - hier in Oeventrop
Ein Walking Bus unterwegs - hier in Oeventrop
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Stadt arbeitet einen Maßnahmenkatalog aus, um den Verkehr zu beruhigen. Kontakt zu Eltern ist der Verwaltung dabei sehr wichtig.

Bottrop.. Die Stadtverwaltung wird bald ein Bündel von Maßnahmen und Projekten vorstellen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Dabei wird es gerade auch um Sicherheit auf Schulwegen und an Schulen und Kindergärten gehen. Ziel sei es, dass dort weniger Elterntaxis vorfahren, erklärte Monika Werwer, die Leiterin des Straßenverkehrsamtes.

Walking Bus

„Das ist ein Problem an vielen Schulen“, sagte Franz Ochmann (SPD). „An Kindergärten auch“, pflichtete ihm Beigeordneter Paul Ketzer bei, und es ist ein Problem, das so sehr auf den Nägeln brennt, dass Verkehrsausschussvorsitzender Rüdiger Lehr die Verwaltung kurzfristig fragte, wie weit sie mit ihren Konzepten sei. In Gesprächen mit Schulleitern, Eltern und der Polizei klärt die Stadt zurzeit ab, welche Maßnahmen für welche Schule geeignet sind. „Uns ist es dabei ganz wichtig, Kontakt zu den Eltern zu bekommen und zu halten“, betonte Monika Werwer. „Ein Walking Bus etwa - das hätte Signalwirkung in die Stadt“, sagte Beigeordnetere Ketzer. Darauf legt es die Stadt an, um Nachahmer guter Projekte zu finden. Beim „Walking Bus“ treffen sich Schulkinder an einer vereinbarten Stelle, um gemeinsam zu Fuß zur Schule zu gehen. Dabei begleiten sie Eltern abwechselnd. „Ein Walking Bus geht da los, wo die Schulkinder wohnen“, erklärte SPD-Ratsherr Rüdiger Lehr.

Elternhaltestellen

Außer an solche Fußgängergemeinschaften denkt die Stadt auch daran, Elternhaltestellen einzurichten, an denen Kinder gefahrlos aus den Autos der Eltern aussteigen können, wenn diese sie zur Schule bringen. Solche Elternhaltestellen sollten gut 200 Meter von der Schule entfernt liegen, damit die Kinder wenigstens einen Teil ihres Schulweges zu Fuß zurücklegen. „Wir brauchen ein System, mit dem wir die vielen Autos von den Schulen wegbekommen“, unterstrich Franz Ochmann für die SPD. „Es geht nicht in erster Linie darum, Parkplätze für Elterntaxis einzurichten“, entgegnete er auf Einwände von CDU, ÖDP und Piraten gegen mögliche Elternhaltestellen.

Die Grünen hingegen halten ziemlich viel von Flächen, die für Eltern reserviert werden, die ihre Kinder zu Kindergärten oder Schulen bringen. „Die kurzen Wege für die kurzen Beine sind länger geworden“, meint Roger Köllner. „Hinzu kommt, dass berufstätige Eltern es praktisch finden, ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit an der Schule abzusetzen“, sagte er.