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Altern daheim wird erleichtert

26.02.2016 | 07:00 Uhr
Altern daheim wird erleichtert
Den Kooperationsvertrag unterzeichneten für die Caritas Dr. Andreas Trynogga (vorne, links) sowie Walter Eilert als Vorstandsvorsitzender der Haus und Grund (vorne, rechts). Im Hintergrund ihre Mitstreiter (v.li.) Andrea Duckheim, Barbara Klaus, Markus Kruse und Stefan Conen.Foto: Winfried Labus / FUNKE Foto Services

Bottrop.   Kooperation vom Verein Haus und Grund mit der Caritas soll Bottroper Eigentümer und ihre Mieter unterstützen. Beide Seiten profitieren.

Die meisten Menschen wünschen sich, im Alter so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben zu können. Wohnungsgesellschaften haben sich darauf eingestellt und bieten altersgerechtes Wohnen an. Und auch private Vermieter stellen sich die Frage, wie sie diesem Bedarf nachkommen können. Das ist die Erfahrung vom Eigentümerverein Haus und Grund. Mit dem Caritasverband hat der Verein einen Kooperationspartner gefunden, der den Mitgliedern entsprechende Informationen liefert und bei Bedarf ambulante Dienstleistungen anbietet.

„Wir haben über 2000 Mitglieder und wachsen stetig“, berichtete Walter Eilert, Vorstandsvorsitzender von Haus und Grund, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. Man rechne, dass jedes Mitglied im Schnitt fünf Wohnungen vermiete – macht rund 10 000 Wohnungen. Etliche Mitglieder und Mieter also, die die Kooperation betreffen könnte. Zumal, so Eilert: „Unsere Mitglieder sind vom Alter her eher 60 plus.“ Teils also selbst in der Situation, nach Lösungen fürs Alter zu schauen.

Die Kooperation bringt dreierlei mit sich, erläuterte Markus Kruse, Geschäftsführer von Haus und Grund. Ein Schwerpunkt gilt dem Hausnotruf, bei dessen zusätzlichen Caritas-Service-Paketen die Mitglieder und Mieter finanziell profitieren können. Zweiter Punkt: „Wenn Mieter ihre Wohnung verlassen oder sterben, steht oft die Einrichtung noch da.“ Durch die Zusammenarbeit mit der Caritas-Stöberstube solle diese nun einem sinnvollen Zweck zugeführt werden. Drittens bietet die Caritas den Eigentümern Beratung an. Andrea Duckheim, Leiterin ambulante, sozialpflegerischen Dienste: „Der Hausnotruf ist nur der Einstieg.“ Viele wüssten nicht, welche Angebote es bei Pflegebedürftigkeit gebe oder dass für einen Umbau Gelder beantragt werden können.

„Unsere Mitglieder haben auch ein Interesse daran, dass langjährige Mieter noch länger in der Wohnung bleiben können“, so Eilert mit Blick auf den Erhalt einer beständigen Mieterstruktur. Und der Mieter auf der anderen Seite möchte vielleicht nicht ins Heim. Könnten da etwa mit Hilfe der Caritas Lösungen gefunden werden, „dann ist das im Sinne aller“.

„Wir öffnen uns für Kooperationen, weil wir glauben, dass Netzwerke ein Thema der Zukunft sind“, sagte Caritasdirektor Andreas Trynogga. Für den Verband bringt diese Zusammenarbeit vor allem den Vorteil, sich mit seinen Angeboten im sozialpflegerischen Dienst bekannter machen zu können. So wird sich die Caritas mit ihren ambulanten Angeboten etwa auf der Mitgliederversammlung von Haus und Grund vorstellen. Bei Beratungsbedarf werden Pflegefachkräfte Sprechstunden in der Geschäftsstelle des Eigentümervereins anbieten. Das alles kann der Kundengewinnung dienen – wobei die Mitglieder von Haus und Grund frei in der Wahl eines Anbieters im Pflegebereich bleiben.

Nina Stratmann

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2016-02-26 07:00
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