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Alles muss raus

30.06.2008 | 17:53 Uhr
Alles muss raus

Im Hansa-Zentrum sind längst viele Ladenlokale leer gezogen. Der genaue Umbautermin steht aber noch nicht fest

„Alles muss raus!” – Was an einem der wenigen noch genutzten Ladenlokale des Hansa-Zentrums steht, gilt für das gesamte in die Jahre gekommene Einkaufscenter: Es muss eben komplett leer gezogen werden, bevor der groß angekündigte Umbau beginnt. Aber wann der beginnt - die Mieter zucken mit den Schultern. Nichts Genaues weiß man nicht. Was nur klar scheint: Bis zum Jahresende müsse alles Lokale frei sein.

 Dass schon viele Läden leer sind, hänge mit Vertragslaufzeiten oder auch schwächeren Nerven zusammen. Sichere Standbeine sind manchen lieber. Der Pralinenladen hat ein neues Domizil an der Kirchhellener Straße bezogen, der Schuhladen zieht Anfang August an die Gladbecker Straße.

 Andere warten noch ab, auch wenn sie schon sehen, dass sie die spätere Miete in dem umgebauten Einkaufszentrum nicht mehr zahlen können. Oder sie wollen sich mit ihrem Verbleib Chancen auf eine spätere Neuanmietung sichern.

 Wann ist aber überhaupt später? „Wir hören, dass nach dem Umbau Mitte 2010 wieder eröffnet werden soll.” Das wäre Monate nach dem geplanten Startschuss für Kaufland am Berliner Platz. Dabei sollte ja eigentlich alles zeitgleich fertig werden am ZOB.

 Darauf setzt auch die Stadtverwaltung, die nach den Sommerferien zu einem Jour Fix einladen, die Beteiligten an einen Tisch holen will, um Abläufe, Zeitfenster zu klären.

 Weil schon seit Jahren über den Umbau geredet wird, mögen Skeptiker nicht so recht glauben, dass diesmal 'was d'raus wird. Die Stadt ist sich aber sicher. Es gebe konkrete Pläne, auch werden schon baurechtliche Details zur Vorbereitung besprochen.

 Aber im Moment - ist es gespenstisch in dem halb leeren Einkaufszentrum. Dabei wird der Eindruck noch geschönt durch Ausstellungen in den leeren Lokalen. Nicht geschönt momentan: das große Ladenlokal des Lebensmittelgeschäftes, das vor gut einer Woche schloss. Hier sind die Rolladen heruntergezogen, ein Fenster gibt aber den Blick frei auf letzte Putzarbeiten. Dort soll später ein neuer Lebensmittelmarkt eingerichtet werden, hört man.

 Ansonsten im Inneren verblieben u.a. : Vorrangig Läden mit Mode zu Billigpreisen, Spielforum, Änderungsschneiderei, Tabakwaren und Zeitschriften, Blumen, zwei Friseure, zwei Bäcker, ein Drogeriemarkt, ein Papierladen, ein Café, eine Kneipe, zwei Läden mit kunterbunten Schnäppchen, einer mit Dekorationsartikeln - mit dem schönen Namen Halleluja...

Helga Pillar

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