Aliens sind wieder am Tetraeder
12.08.2011 | 17:01 Uhr 2011-08-12T17:01:00+0200
Bottrop.Sie sind wieder da, die Aliens am Tetraeder. Nur ihre Form hat sich ein wenig geändert. Als Stofffiguren kehren die „Außerirdischen“ bis zum 21. August an den Ort zurück, an dem der Bottroper Fred Fischer sie einst in mühevoller Kleinarbeit aus Stein in das Kiesbett legte - bis sie aus Urheberrechtsgründen wieder entfernt werden mussten.
Dieses Mal ist alles ganz offiziell; alle Beteiligten wissen Bescheid, alle sind einverstanden. Jeden Morgen will Fischer Stoffbahnen ausrollen, seine etwa fünfzehn Meter großen Figuren auslegen, um sie abends wieder einzupacken und am nächsten Tag an einem anderen Ort neu zu installieren. Was er damit bezweckt? Er will Zeichen setzen, das mondartige Haldenplateau etwas nach seinen eigenen Vorstellungen verändern. Ob er sich selbst als ein Künstler sehe? „Nee, das nicht. Aber ich habe gute Ideen.“ Für seine Aktion hat sich der 54-Jährige extra Urlaub genommen. Seit Weihnachten, sagt er, arbeite er jede freie Minute an den Stoffaliens. In Handarbeit nähte er sie zusammen. Fragte auch schon mal bei seinem Chef in der Industriewäscherei „Mewa“, ob er die riesigen Augen zwischenlagern könne. „Zum Glück haben mich viele Leute unterstützt, sonst hätte ich das alles nicht machen können.“
Nun darf er seine „Außerirdischen“ wieder vor dem Tetraeder auslegen, zwar nur temporär, aber auch dafür sei er „sehr dankbar“. Der Regionalverband Ruhr (RVR) löste mit dieser Aktion ein Versprechen ein, dass er Fischer im Jahr 2009 gab, als dessen Steinfiguren geräumt wurden.
Tetraeder ist Landmarke
Der erste Ansatz sei ja ganz „pfiffig“ gewesen, sagt Wolfgang Gaida, Leiter vom „Emscherlandschaftspark West“, in dessen Hoheitsgebiet auch die Halde an der Beckstraße fällt. rhaft umgestaltet werden darf“, erklärt er. „Temporäre Aktionen wie diese brauchen wir nicht mit dem Architekten abzustimmen.“ Eine Meinung zu dem künstlerischen Wert der Arbeit hat Gaida nicht: „Weder positiv noch negativ“, lautet sein Urteil. Aber: „Das Objekt Tetraeder ist ja schon an sich sehr markant, so dass es eigentlich keine Veränderung benötigt. Und jede pfiffige Idee verschleißt sich irgendwann.“
Seit 2001 hatte Fischer in seiner Freizeit Steine der Schotterfläche am Fuße der Stahlplattform gesammelt, sie zunächst zu Kreisen und später in Form von Aliens zusammengelegt. Im Jahr 2007, als die Außerirdischen schon eindeutig erkennbar waren, fragte die WAZ: „Landung von Außerirdischen in Bottrop?“
Kunstwerk in Reinform
Die RVR als Haldenbesitzer genehmigte Fischers Steinfiguren, musste aber 2009 die Räumung veranlassen, nachdem ein beauftragter Gutachter im Sinne des Architekten Wolfgang Christ entschied, das Kunstwerk Tetraeder in seiner Gesamtheit zu erhalten.
13:46
Mal wieder typisch, die Stadt Bottrop, wie Sie sich immer von allem einschüchtern lässt. Der Architekt, hat auf deutsch gesagt nicht mehr alle Tassen im Schrank. Anstatt froh zusein, dass unsere Mitbürger keine Langeweile haben und Unfug tun. Nein es gibt immer Gründe jemanden einen Spaß zuverderben.
Besten Dank dafür an den Architekten und die Stadt Bottrop.
Einfach nur arm.
13:46
Wer ist denn Wolfgang Christ? Muß man den kennen?
12:10
Der Mann ist wirklich zu bewundern,. obwohl er ein Spinner ist
22:04
Über die in den Tot gesprungenen Menschen hüllt sich die Polizei und Presse in Schweigen. Warum? Nach Insidergerüchten sollen es mehr als 30 sein!
20:11
Was ist den schlimmer? Steine zu legen die Figuren zeigen und damit eine Kreativität ans Tageslicht bringen die noch nie ein Künstler in Bottrop so zur Schau stellen konnte.Oder ein Kunstwerk Tetraederder in den vergangenen Jahren für Suizidzgefärdeten hilflosen Menschen als Plattform diente um in den Tod zu springen.
Ist es deshalb noch nicht auf den Aussichtsgittern mit Käfigkuppeln gesichert weil es dem Erschaffer nicht passt? Hut ab ! Fred vom Jupiter!
InnovationCity...vielleicht kommen sie uns doch noch besuchen und bringen die abzulute erneurbare Energie nach Bottrop!
18:33
Einfach nur schlimm....
Diese Stoffkameraden sind eine Mahnung an die Erhaltung der künstlerische Freiheit, die durch die Entfernung der wirklich gelungenen skulpturellen Steinstruktur des Fred Fischer erinnern soll. Diese wurden auf Wunsch des Tetraeder Architekten entfernt, der hier keine Daseinsberechtigung der genialen Figuren neben seinen Metallgestell duldete! Einfach nur schlimm...
Stefan Soppe