Ärzte und Schüler trafen sich zum „Speeddating“

In lockerer Atmosphäre lernten sich Mediziner und Schüler kennen.
In lockerer Atmosphäre lernten sich Mediziner und Schüler kennen.
Foto: Berufskolleg
Was wir bereits wissen
Zum zweiten Mal lud das Berufskolleg Bottrop zum besonderen Bewerbungsverfahren für Medizinische Fachangestellte ein.

Bottrop..  Zum zweiten Mal trafen sich Jugendliche, die den Beruf der Medizinischen Fachangestellten erlernen wollen, mit ihren etwaigen zukünftigen Arbeitgebern zum „Speeddating“. Der Bildungsgang Medizinische Fachangestellte des Berufskollegs Bottrop hatte das Bewerbungsverfahren veranstaltet, um Vertretern von Bottroper und Gladbecker Arztpraxen und ausbildungswilligen Schülern die Möglichkeit zu geben, sich auf neutralem Terrain in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen.

Nach einem intensiven Vorbereitungsseminar, in dem die Bewerbungsunterlagen der angehenden Azubis optimiert wurden und über das Berufsbild der Medizinischen Fachangestellten informiert wurde, blieben allerdings - aus zunächst knapp 20 unverbindlich interessierten Kandidaten - lediglich sieben Schülerinnen und ein Schüler übrig, die sich eine berufliche Zukunft als Medizinische Fachangestellte vorstellen könnten. Doch was zunächst etwas enttäuschend aussah, entpuppte sich für alle Beteiligten als Gewinn. Aus dem „Speeddating“ wurde kurzerhand ein „Ein-bisschen-länger-Dating“ gemacht. „Sieben Bewerber für fünf Ausbildungsplätze. Besser geht es nicht“, meint Domenic Rauer aus der 2W14B (Höhere Handelsschule).

Win-Win-Situation für alle

Auch die beteiligten Arztpraxen - Dr. Melchior/Dr. Weineck (Allgemeinmedizin), Dr. Fleischer (Allgemeinmedizin), Dr. Lüke (Gynäkologie), Dr. Gebauer/Dr. Kavuk/Dr. Vogt (Neurologie und Psychiatrie), Dr. Krause/Dr. Klink/Dr. Schulte-Terhusen/Dr. Maas (Internisten) – äußerten sich durchweg positiv. „Ich habe es als positiv empfunden, die Azubis in diesem Rahmen kennen zu lernen, weil hier eine lockerere Atmosphäre herrscht, als in der Praxis. Ich komme gerne nächstes Jahr wieder“, so Dr. Peter Fleischer. Auch Dr. Katharina Melchior sparte nicht mit Lob: „Die Schüler hatten bombige Bewerbungsunterlagen. Sie waren gut vorbereitet.“

Für einige der Bewerber steht nun der nächste Schritt bevor: Sie wurden zum Probearbeiten eingeladen und können sich, wenn sie sich auch da bewähren, berechtigte Hoffnungen auf einen Ausbildungsplatz machen. Anna Dosoruth, Bereichsleiterin Soziales und Gesundheit, und Bildungsgangleiterin Kerstin Buschfort: „Wir sind überzeugt von unserer Veranstaltung. Es ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Im letzten Jahr konnten aufgrund dieser Veranstaltung fünf Ausbildungsverträge unterschrieben werden.“