Ab Montag Manege frei auf dem Donnerberg

Das Team vom Kinderferienzirkus um Nadine Puylaert (2.v.r.) freut sich auf die Kinder, die ab Montag an den zahlreichen Workshops und Proben teilnehmen. Mit der Familie Casselly könenn die Kinder das Zirkushandwerk hautnah erleben.
Das Team vom Kinderferienzirkus um Nadine Puylaert (2.v.r.) freut sich auf die Kinder, die ab Montag an den zahlreichen Workshops und Proben teilnehmen. Mit der Familie Casselly könenn die Kinder das Zirkushandwerk hautnah erleben.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Für drei Wochen bietet der Kinderferienzuirkus mit der Zikrusfamilie Casselly und vielen Akteuren und Helfern wieder ein pralles Programm für größere und kleinere Bottroper an. Erstmals können auf dem Gelände an der Bogenstraße Kinder mit ihren Eltern auch eigenverantwortlich zelten. Die Zirkusvorführungen finden wieder samstags statt.

Bottrop..  Feiner, weißer Sand türmt sich auf dem Festplatz am Donnerberg. Bevor das idyllische Areal ab Montag zum Zirkus- und Abenteuerspielplatz für viele Hundert Bottroper Kinder wird, hat nicht nur die Zirkusfamilie Casselly sondern vor allem auch das Team um Nadine Puylaert alle Hände voll zu tun.

Denn nicht nur der beliebte Wasserspielplatz, die verschiedenen „Spezialwerkstätten“ zum Filzen, zur Holzbearbeitung oder Löten müssen hergerichtet werden, bevor in der ersten Ferienwoche täglich etwa 150 Kinder das Areal in Beschlag nehmen. „Gerade der Außenspielbereich muss mit frischem Sand aufgefüllt werden, denn es finden ja viele andere Veranstaltungen hier statt und irgendwas bleibt immer zurück, da wollen wir speziell für die Spielzonen schon einen frischen Untergrund haben“, sagt Nadine Puylaert.

Aus Zirkuskindern wurden Helfer

Auch wenn die Belgierin mittlerweile fast sprichwörtlich zum Inventar des Kinderferienzirkus gehört - immerhin ist sie seit zwei Jahrzehnten dabei - ist auch für sie kein Jahr wie das andere. Ab Montag können zum Beispiel das erste Mal Kinder mit ihren Eltern auf einem festgelegten Teil des Geländes, zwischen „Filmstudio“ und Wasserspielplatz, zelten. „Eigentlich eine tolle Gelegenheit, mit den Eltern Abenteuerurlaub im Zelt zu machen, ohne zu weit von zu Hause weg zu sein“, findet Puylaert. Ab 18 Uhr, wenn der offizielle Teil der Kinderferienzirkus-Aktionen vorüber ist, kann man sich eigenverantwortlich dort einquartieren, bei den abendlichen Zirkusproben zuschauen, das Gelände erkunden oder auch picknicken.

Gerade werden die letzten Leitungen gelegt, Strom, Telefon. Im Cateringzelt räumt Koch Boris Quest - auch bekannt als Clown Bobori - das Material ein. Klar, die Kühlschränke sind noch leer. „Denn es soll alles frisch sein, was ab Montag auf den Tisch kommt“, sagt Quest. Wie so manch anderer im Team - vor allem unter den vielen ehrenamtlichen Helfern - lernte er die Casellys und den Ferienzirkus als Teenager kennen und ist bis heute dabei geblieben.

Drüben findet toller, handgemachter Zirkus statt. In Boboris Küchenzelt - das übrigens tagsüber für alle geöffnet ist - geht es auch fast ausschließlich handgemacht zu. „Ich stampfe die Kartoffeln für mein Püree selbst, da wird nichts angerührt, da staunen oft auch die Kinder“, sagt Boris Quest.

Nadine Puylaert freut sich auf Montag. Ab 10 Uhr kommen die angemeldeten Zirkuskinder aber auch die Tageskinder und lernen den Zirkus und alle Aktionen kennen. „Dann überlegen wir, wer was am liebsten machen möchte oder wer was am besten kann, bevor es am Dienstag mit den Proben richtig los geht“, sagt die Chefin. Denn Samstagnachmittag findet bereits die erste Gala im 800-Plätze-Zelt statt. Spätestens dann muss alles klappen . . .