45 Kumpels starben bei Bränden, Strebbrüchen und Seilfahrtsunglücken

In der fast 150-jährigen Geschichte des heimischen Bergbaus kamen 45 Kumpels im Untertagebetrieb der Zechen „Arenberg“, „Prosper-Haniel“, „Rheinbaben“ und „Welheim“ seit 1856 ums Leben. Dabei blieb der Bottroper Bergbau jedoch von größeren Unglücken – wie auf Nachbarzechen in Gelsenkirchen – verschont.

Auf Prosper I ereignete sich bereits 1866 ein Unfall, bei dem 14 Bergleute ihr Leben ließen. Es war ein Seilriss, denn damals verfügte der Bergbau noch nicht über die längst zum Standard gewordenen Förderseile aus Stahl, damals beförderte man Kumpels und Kohle noch mit dicken Naturseilen. Ein weiteres Unglück gab es dann 1907 am Schacht 5. Hier starben drei Kumpels. 19 Jahre später, es war der 9. Oktober 1926, forderte ein Strebbruch auf Prosper II das Leben von drei Bergleuten.

Auf der Schachtanlage „Arenberg“ starben bei einem Strebbruch, der sich 1919 ereignete, vier Kumpels. Eine Explosion im Untertagebetrieb von „Rheinbaben“ im Jahre 1920 forderte fünf Menschenleben. 13 Kumpels ließen auf der Zeche „Welheim“ ihr Leben. Hier kam es am 24. August 1921 und am 20. Januar 1927 zu Grubenunglücken. Während es 1921 ein Brand war, starben 1927 die Bergleute wieder bei einem Seilfahrtsunglück. Die Prosper-Wehr war auch auf der Nachbarzeche „Jacobi“ - sie gehörte seit Anfang 1965 zum Verbund mit „Haniel“ - im Einsatz, als dort am 28. Juli 1965 ein Grubenbrand ausbrach. Zwei Kumpels starben. Die Toten konnten erst Monate später aus „Flöz Hugo“ geborgen werden.