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24-Stunden-Schwimmen – schlaflos im Hallenbad im Sportpark in Bottrop

09.09.2012 | 15:19 Uhr
24-Stunden-Schwimmen im Hallenbad.Foto: Robert Dyhringer

Bottrop.   Zum 15. Mal fand am Wochenende im Hallenbad das 24-Stunden-Schwimmen statt. Am Ende stellte Jakob Skawronek mit 52 geschwommenen Kilometern einen neuen Stadtrekord auf. Doch zum Schluss lockte ihn nur noch sein Bett.

Einmal im Schwimmbad übernachten – davon träumen sicherlich viele Wasserratten. Im Hallenbad im Sportpark war das von Samstag auf Sonntag möglich – beim 24-Stunden-Schwimmen der Schwimmvereinigung Bottrop 1924. Zwei, die tatsächlich die ganze Nacht im Hallenbad verbrachten, sind die 23-jährige Jill Ohlendorf und der 24-jährige Jakob Skowranek.

„Heute um zwölf Uhr waren wir hier“, sagt Jakob Skowranek. Mit dem Startschuss für den eintägigen Schwimm-Marathon waren er und Jill Ohlendorf bereits im Becken. „Wir haben das 2006 schon einmal gemacht“, sagt Jill. „dabei können wir unsere Grenzen austesten. Falls die beiden müde werden und eine Pause brauchen, haben sie sich im Nebenraum des Bads Isomatten zurechtgelegt.

Die 15. Auflage

Zum 15. Mal findet die Aktion statt. „1987 haben wir dieses nonstop-Schwimmen zum ersten Mal veranstaltet“, weiß Marc Lewandowsky, sportlicher Leiter des Vereins. „Jeder, Teilnehmer bekommt eine Karte, auf der seine geschwommenen Meter notiert werden“. Dafür sitzen Zähler am Rand, die bei den schwülen Temperaturen sicher selbst gern ins Becken springen würden. In Schichten wechseln sie sich die ganze Nacht lang ab, denn der Badespaß geht bis 12 Uhr am darauffolgenden Tag. Wer es gemütlicher mag schwimmt außen, die inneren Bahnen sind für Profis reserviert.

Gesamtrekord von 2000 Kilometern

In den Vorjahren nahmen rund 200 Sportbegeisterte das Angebot an. Deren geschwommene Meter werden hinterher addiert. „Der Rekord liegt bei 2000 Kilometern“, erinnert sich der sportliche Leiter. Einzelne Schwimmer werden sogar für ihre Leistung prämiert, sie erhalten eine Urkunde und bei besonders langen zurückgelegten Strecken sogar einen Siegerpokal. Nach rund zweieinhalb Stunden im Wasser haben Ohlendorf und Skowranek fast sieben Kilometer zurückgelegt. Noch wirken sie gelassen. „Wir werden so lange schwimmen, wie es geht“.

Rund um die Uhgr war das Hallenbad am Wochenende geöffnet und lockte Sport- und Freizeitschwimmer.Foto: Robert Dyhringer
24-Stunden-Schwimmen

Um 22 Uhr sieht man Skowranek und Ohlendorf die Erschöpfung an. „Trotzdem schwimmen wir weiter“, kündigt die 23-Jährige an. Um Mitternacht macht die Schwimmerin dann eine Pause zum Schlafen. „Aber nur zwei Stunden, dann geht es weiter!“ Tatsächlich ist sie um zwei Uhr nachts wieder im Wasser. Jakob Skawronek gönnt sich heute Nacht keinen Schlaf. „Zwischendurch mache ich Pausen, aber nie länger als eine Stunde!“ In den Pausen gibt es für ihn Energieriegel und Nudeln zu essen. Am Sonntagmittag sitzt Jill Ohlendorf am Beckenrand. Um neun Uhr morgens hat sie aufgehört und mit 25 Kilometern eine beachtliche Strecke zurückgelegt. Bei den Damen liegt der Rekord bei 40,2 Kilometern. Für Skawronek hat sich das nächtliche Schwimmen ebenfalls gelohnt: Er hat den Stadtrekord mit 52 geschwommenen Kilometern gebrochen. Die Schwimmbrille hat sich tief in die Haut um seine Augen geschnitten. „Das mache ich sicher nicht noch mal!“, lacht er erleichtert und mit Vorfreude auf sein Bett.

Christiane Goßen



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