22 Mess-Stellen beim Blitzmarathon

Mit 22 Mess-Stellen an neun Straßen ist die Polizei beim ersten europaweiten Blitzmarathon in Bottrop unterwegs. Schwerpunkt ist der Südring mit zehn Kontrollstellen. Die weiteren Stellen: Ausgewählt wurden die Batenbrockstraße (2 Messpunkte), Ebelstraße (3), Feldhausener Straße (3), Hackfurth-straße (3), Oskarstraße, Hans-Böckler-Straße, Warner-Allee und Lippweg

Bei der Auswahl der Messpunkte ließ die Polizei die Bürger mitreden, die davon aber nur in überschaubarem Maß Gebrauch machten. Neun Tage lang hatten die Bürger Gelegenheit, sich über ein Internet-Voting aktiv an der Auswahl im Bereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen zu beteiligen. 126 Standorte hatte die Polizei zur Auswahl gestellt. Insgesamt gingen nach Angaben der Polizei 173 Stimmen ein. An 78 Mess-Stellen im gesamten Präsidiumsbereich wird die Polizei nun von Donnerstag bis Freitag die Geschwindigkeit der motorisierten Verkehrsteilnehmer überwachen.

Zum Sinn des Blitzmarathons sagt Rolf Engler, Leiter der Direktion Verkehr: „Unser Ziel sind nicht mehr ,Knöllchen’, sondern weniger Tote und Schwerverletzte. Wir wollen in die Köpfe der Menschen, nicht an ihre Geldbörsen.“ Das hatte auch Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen bei der Ankündigung des inzwischen achten Blitzmarathons im Bereich des Polizeipräsidiums betont: „Der Blitzmarathon ist eine geeignete Aktion, die Bürgerinnen und Bürger immer wieder dafür zu sensibilisieren, mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren und auf diese Weise schwere Unfallfolgen zu verhindern. Dass wir nun europaweit einen Blitzmarathon durchführen, zeigt für mich, dass die Polizei mit dieser Aktion den ,richtigen Nerv’ getroffen hat. Andere Staaten profitieren von unseren positiven Erfahrungen, und wir profitieren von der breiten Beschäftigung der Menschen mit diesem Thema“, so die Behördenleiterin.

Dass das Thema Blitzmarathon zumindest an den angekündigten Kontroll-Tagen in den Köpfen der Bottroper Fahrer angekommen ist, zeigt die Bilanz der letzten Kontrollaktion im September. An zwölf Straßen, sechs davon in Kirchhellen, hatte die Polizei 1125 Fahrzeuge kontrolliert und dabei zehn Tempoverstöße festgestellt, also weniger als ein Prozent der Überprüften. Die höchste Überschreitung (nach Abzug der Toleranz) im Stadtverkehr lag damals bei 67 Stundenkilometern, gemessen übrigens an der Hans-Böckler-Straße. Die höchste Überschreitung in einer Tempo-30-Zone gab es mit 47 Stundenkilometern am Vossundern in Grafenwald.