2011 droht Eltern eine Betreuungslücke
20.09.2010 | 17:22 Uhr 2010-09-20T17:22:00+0200
Bottrop. Während das Kindergarten-Jahr in der Regel am 31. Juli endet, sind die Sommerferien bekanntlich variabel. In Nordrhein-Westfalen enden sie im nächsten Jahr erst am 6. September. Berufstätige Eltern von Jungen und Mädchen, die 2011 eingeschult werden, müssen also einen langen Zeitraum überbrücken.
In der Zeit zwischen dem Ende des Kindergartenjahres und dem späten Einschulungstermin in NRW „ tut sich eine Betreuungslücke auf“, warnt Bottrops Jugendamtsleiter Martin Notthoff. Ähnlich verhielt es sich bereits in diesem Jahr, „wir haben ein paar Fälle gehabt, in denen Eltern nachgefragt haben.“ Ihnen war es nicht gelungen, für den Zeitraum zwischen Kindergarten-Ende und Schulberginn eine Betreuung für ihre Kinder zu organisieren. Nothoff weiß, dass viele Eltern diesen Sommer für einen letzten Familienurlaub außerhalb der Schulferien nutzen, auch finden manche Eltern für Tage oder Wochen einen Überbrückungs-Platz in einem „fremden“ Kindergarten. Aber einen Anspruch auf diese Lösung haben sie nicht.
Das Problem ist bekannt
„Das Problem ist dem Ministerium bekannt“, stellt Notthoff fest. „Aber es besteht wenig Neigung, es lösen zu wollen.“ Denn verlängerte Betreuungszeiten im Sommer kosten mehr Geld, und ihm sind Kommunen bekannt, die entsprechende Wünsche angemeldet haben. Vor einem ähnlichen Finanzierungs-Problem steht auch der Jugendamtsleiter, wenn er in einer Kita ein Betreuungs-Angebot organisiert für Kinder, die dem Kindergarten entwachsen sind. Als „normale“, also regulär geförderte Kindergarten-Zeit kann er dieses Angebot nicht ausweisen - die Eltern müssten also mehr bezahlen.
Die städtischen Kindergärten sind dazu übergegangen, in den Ferien nur noch Gruppen zu schließen, aber nicht die ganze Einrichtung. Dadurch bietet sich innerhalb der Tagesstätte die Möglichkeit, unversorgte Kinder in einer anderen Gruppe zu betreuen. Bei den meisten Trägern geht der Trend in diese Richtung, erklärt Notthoff, der sich aber nicht darauf verlassen will, dass sich das Problem 2011 auf diese Weise löst.
Er appelliert an die Eltern, frühzeitig die Kinderbetreuung im Sommer 2011 zu planen und das Jugendamt zu informieren, wenn sie einen Zeitraum nicht überbrücken können. Denn das Jugendamt kann helfen und rasch feststellen, in welchen benachbarten Einrichtungen noch Kapazitäten bestehen.
01:12
@10
...das alles ließe sich vermeiden wenn sie rechtzeitig die Knie zusammengehalten hätten.. genau, dann wären sie erst gar nicht auf diese welt gekommen und man hätte uns ihren deplazierten kommentar erspart. fragen sie mal ihre mutter was bei ihnen falsch lief.
14:13
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
11:29
Wir können ja (unbezahlten) Urlaub nehmen um die Kinder zu betreuen. Mal gucken welcher Arbeitgeber das dann noch mitmacht und wieviele Arbeitslose es dann mehr gibt. Aber ist ja kein Problem, dann ist man wenigstens ganztätig für die Kinder da .....
11:12
Achtung Eltern mit Betreuungslücke,
nach der riesigen Lücke dieses Jahr, kommt es noch schlimmer In der Schulzeit dann jedes Jahr ca. 3 Monate Betreuungslücke, im Sommer sogar 6 Wochen am Stück.
und da ist sie wieder, die gute alte deutsche Vollkaskomentalität.
10:41
Nur bei der HRE wird jede neue Betreuungs- ääh Deckungslücke sofort und großzügig bedient.
09:39
@5 HAHAHAHAH RICHTIGGGGG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
09:21
Betreuungslücke, Rentenlücke, Krankenversicherungslücke...
In diesem Staat, der offenbar nur der Bereicherung Einzelner dient, tun sich immer neue Lücken auf. Am schlimmsten ist die Gedächtnislücke der Wähler.
08:26
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
08:22
#2
Sie können sich ja betroffenen Eltern als Kindersitter anbieten - mir scheint, Sie verkennen, dass viele Eltern arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen. Und jeder Arbeitnehmer hat deutlich weniger Urlaub als Kindergartenkinder (auch Schulkinder) Ferien haben.
Ich finde es unmöglich, den schwarzen Peter den Eltern zu zuschieben. Das war vor 15 Jahren auch nicht anders, aber ich bin heilfroh, dass meine Kinder mit der Schule bald fertig sind und ich mich nicht mehr über bürokratische Unfähigkeit bei der Zurverfügungstellung von zuverlässiger (!) Betreuung ärgern muss.
08:05
So weit sind wir schon. Bei späteren Einschulungsterminen entstehen Betreuungslücken. Wir können uns glücklich schätzen, dass der Staat sich mittlerweile so fürsorglich um unsere Kleinen kümmert. Nach Einführung der Krippenpflicht für Kinder ab einem Jahr ist es sicher nicht mehr weit bis zur staatlichen Vollversorgung. Der Erziehungsauftrag ist bei den Eltern ohnehin völlig deplaziert!