2000 Biker beim Gottesdienst
30.05.2010 | 17:58 Uhr 2010-05-30T17:58:00+0200
Einmal mehr betrieben Biker aus ganz Nordrhein-Westfalen Imagepflege vom Allerfeinsten. Von vielen Menschen als Rowdies oder rücksichtslose Krawallmacher abgestempelt, zeigten sie sich am Samstag von ihrer ruhigen Schokoladenseite.
Rund 2000 Biker trafen sich an der Paul-Gerhardt-Kirche in der Boy , um gemeinsam den Gottesdienst unter altbewährter Leitung von Anne Hanhörster, der Pfarrerin der Gemeinde, zu feiern.
Glück hatten sie mit dem Wetter.
Ab 12 Uhr wurde es laut in Bottrop-Boy. Dann nämlich trudelten die ersten Biker auf dem Platz an der Kirche ein.
Zunächst durften sie einen kleinen Schock verdauen, denn auch in diesem Jahr war die Polizei auf dem Event, die in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Bottrop erneut Präventionsarbeit in Sachen Verkehrssicherheit für Motorradfahrer betrieb.
Begrüßt wurden die Biker mit einem original Laser-Messgerät, das ansonsten als Schrecken aller Verkehrsteilnehmer im Einsatz ist.
„Allerdings“, so erzählte der Bottroper Polizeihauptkommissar Rolf Schmidt, „ist das Lasergerät hier heute nicht aktiv. Es geht uns nur darum, den Motorradfahrern unsere Technik transparent zu machen.“
Wie auch in den letzten Jahren versuchte die Polizei, die Motorradfahrer auf die Gefahren des Motorrad-Fahrens hinzuweisen. Gezeigt wurden dazu Statistiken, Texte und abschreckendes Bildmaterial.
„Das Unfallrisiko ist bei Motorradfahrern um einiges höher als bei Autofahrern, was auch die Statistiken belegen. Viele Biker wissen gar nicht, wie gefährdet sie sind, zumal etliche Motorradfahrer noch nicht einmal auf die richtige Kleidung achten“, bemängelt Hauptkommissar Schmidt. Jeans und T-Shirt seien ein beängstigender Anblick, erzählte er.
Aber ein Großteil der anwesenden Biker war natürlich in traditioneller Kluft zu bestaunen, wozu Helm und gepolsterte Jacken gehören.
Schon als Erkennungsmerkmal legen doch viele Biker Wert auf das Äußere.
Erstaunlich ist, dass trotz eines riesigen Andrangs wie er an diesen besonderen Samstag herrschte, der Motorradclub Bottrop selbst nur 14 Mitglieder hat. Schön, wenn sich das ändert, hofft man.
07:27
Da sieht und liest man wieder wie die Motorradfahrer verallgemeinert werden nur weil es ein paar Idioten gibt. Die mit Braincup, Jeans und Tshirt auf ihrer zu lauten Harley durch die Gegend ballern. Die Polizei hätte mal die Auspuffanlagen kontrollieren sollen anstatt alle als Raser zu verdammen.
Übrigens wurde ich letztes Jahr von einem unachtsamen Autofahrer von der Strasse abgedrängt und hatte dadurch einen schweren Unfall.
10:00
Dem vorigen Kommentar kann ich nur zustimmen. In dem Artikel wurden mal wieder einige Klischees abgearbeitet, es ist wirklich zum Ko.....
Wieso muss ein Biker einen Schock verdauen, wenn die Polizei Präsenz zeigt? Hier verwechselt der Autor wohl Biker mit Straftätern. Wahrscheinlich lässt er auch die Jalousien herunter, wenn mehr als zwei Motorräder vor seinem Haus parken. Und wie sieht die traditionelle Kluft aus? Ist sie genauso typisch wie die Tracht, die jeder Bayer trägt?
Leider lässt sich immer wieder beobachten, dass zu Beginn der Motorradsaison - auch so ein Unsinnsbegriff - die Medien auf die Schiene der Reportagen einstigen, die vor den gefährlichen Bikern warnen.
Keiner berichtet jedoch über die Autofahrer, die ignorant unterwegs sind und nicht erkennen können, dass auch ihre Aufmerksamkeit gefordert ist.
Nebenbei bemerkt: Ich fahre selbst sowohl Auto als auch Motorrad - und das seit mehr als 40 Jahren unfallfrei!!
22:57
Zu diesem Geschreibsel erübrigen sich jegliche Argumente. Wie kann ein solcher, von völliger Ahnungslosgkeit getragener Quatsch den Weg in ein ehemals ernstzunehmendendes Presserzeugnis finden? Seit wann dürfen die Kids von Zeus ohne Kontrolle Artikel veröffentlichen? Mann, ist das traurig.