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Zwergschule auf der Suche nach neuem Träger

02.02.2012 | 14:45 Uhr
Zwergschule auf der Suche nach neuem Träger
Gebannt hörten die über 30 Mitglieder des Fördervereins während der Jahreshauptversammlung zu, was der Vorsitzende der Bürgerinitiative „pro Ermelingschule“ ihnen zum möglichen Erhalt der Grundschule in Lenningsen mitzuteilen hatte.

Lenningsen/Flierich.   Sie klebten förmlich an seinen Lippen, die 32 der insgesamt 146 Mitglieder des Fördervereins der Ermelingschule e.V., die sich zur Jahreshauptversammlung (JHV) des Fördervereins Ermelingschule e.V. eingefunden hatten.

Sie klebten förmlich an seinen Lippen, die 32 der insgesamt 146 Mitglieder des Fördervereins der Ermelingschule e.V., die sich zur Jahreshauptversammlung (JHV) des Fördervereins Ermelingschule e.V. eingefunden hatten. Als Joachim Zierke aufstand, um über die Zukunft der Ermelingschule zu referieren, wurde es in der Gaststätte Böinghoff Mucksmäuschen still.

Runder Tisch war „das falsche Signal“

Der Sprecher der Bürgerinitiative „pro Ermelingschule“ zeigte unter anderem auf, wie man möglicherweise die Grundschule in Lenningsen in ihrer Eigenständigkeit auf Dauer erhalten könne. Er scheute sich aber auch nicht, u sagen, dass der so genannte „Runde Tisch“, zu dem man sich mit Verwaltung und Politik im November des vergangenen Jahres getroffen hatte, nichts gebracht hätte.

Joachim Zierke: „Arnsberg ist erst gar nicht erschienen, hat uns aber deutlich gemacht, dass so eine Runde das falsche Signal sei.“ Die hätte erst gar nicht einberufen werden dürfen, hätte ihm die Bezirksregierung mitgeteilt.

Joachim Zierke: „Wir haben durch die Einberufung viel zu viel Zeit verloren.“ Jetzt dränge die Zeit und deshalb müsse man möglichst noch im Februar „konkrete Maßnahmen für Gespräche mit möglichen Trägerschaften“ festlegen. Dabei müsse deutlich gemacht werden, dass die Ermelingschule kein Problem mit den Schülerzahlen hätte.

Vorgespräche mit möglichen kirchlichen Trägerschaften habe er bereits geführt. So unter anderem mit dem Landes-Kirchenamt und mit der evangelischen Kirchengemeinde Bönen.

Realisierung wirdfinanziell schwierig

Mit der Sicht auf Tendenzen nach diesen Gesprächen stellte der evangelische Pfarrer fest: „Die Realisierung wird finanziell wohl schwierig.“ Er machte auch deutlich: „Wenn wir der Ermelingschule eine Zukunft bieten wollen, dann müssen wir sie aus der kommunalen Hand herausnehmen. Sie kann keine Schritte zum Erhalt der Schule einleiten.“

Eine Alternative, über die man nachdenken solle, wäre möglicherweise „eine verlässliche Schiene zwischen dem evangelischen Familienzentrum Alter Bahnhof Lenningsen und der Ermelingschule herzustellen. Wie eine entsprechende Verzahnung zwischen beiden aussehen könne, das müsse man Arnsberg und dem Land NRW darstellen: „Wir müssen bis zum Sommer einen gangbaren Weg aufzeigen.“

Die Versammlung wurde ein wenig von dem alles überdeckenden Thema bestimmt, verlief unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Jens Hoffmann aber nicht weniger spannend. Vor allen Dingen die Neu- und Wiederwahlen rückten in den Mittelpunkt.

Friedrich Westerhoff

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