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"Unser Ort ist voller Tatendrang"

12.02.2010 | 16:18 Uhr

Nordbögge. Michael Plicht ist ein Mensch, der auf andere zugeht - und das tun diese im umgekehrten Sinne auch. Sicherlich ist es nicht falsch, wenn man den 41-jährigen Vater zweier Kinder (13 und 16 Jahre) als einen „Mann des Volkes" bezeichnet.

Das kommt nicht von ungefähr, ist der Nordbögger doch 1. Vorsitzender des Spielmannszuges, Hauptmann des Schützenvereins (Schützenkönig 2004), er gehört der VHS-Naturschutz AG Bönen an und ist seit 2008 Mitglied der Sozialdemokraten.

Auch seine Hobbies wie Radfahren, Lesen und Schießsport bringen es mit sich, dass der in Iserlohn geborene und in seinem jetzigen Wohnort aufgewachsene junge Mann mit vielen Menschen in Berührung gerät.

Seit gut 100 Tagen ist Michael Picht bekanntlich nun auch noch Ortsvorsteher des nördlichsten Ortsteils von Bönen. Eine erste Bilanz.

Vor Dreieinhalbmonaten haben Sie die Nachfolge von Doris Cyplik (CDU) als Ortsvorsteher in Nordbögge angetreten. Beschreiben Sie doch bitte einmal Ihre ersten Eindrücke.

Michael Plicht: Die ersten 100 Tage als Ortsvorsteher waren begleitet von viel Herzlichkeit der Bürger und Bürgerinnen. Das aufmunternde Schulterklopfen und das ,du machst das schon', das waren weit verbreitete Gesten. Ein Projekt konnte auch schon umgesetzt werden. Das hatten wir schon in 2009 geplant.

Mit welchen Änderungen wollen Sie Ihren Ortsteil neu beleben?

Ein Schwerpunkt soll die Verbesserung des Wohnumfeldes werden. Unser Ort muss attraktiver werden. Das bedarf aber wohl einer langfristigen Planung. Kurzfristig wollen wir den Parkplatz am Friedhof umgestalten. Hier muss ein neuer Aufgang zum Gehweg errichtet werden. Barrierefrei muss er auch werden. Erste andere Maßnahmen konnten schon umgesetzt werden. So entstand an der Hubertstraße ein neuer Gehweg mit abgesenkten Bordsteinen.

Sie sind in Nordbögge aufgewachsen. Was macht den nördlichen Ortsteil so interessant? Welche Projekte wollen Sie in Zukunft anschieben?

In Zeiten leerer Kassen ist es sehr schwer, Projekte zu realisieren. Doch wir wollen nicht klagen. Unser Dorf konnte in den letzten Jahren ja auch profitieren. So zum Beispiel vom Bau des Kunstrasenplatzes und dem Vereinsheim für den VfK. Allerdings: Auch hier musste mit ,Muskelhypothek' beifinanziert werden, um das Projekt zu realisieren. Hier in Nordbögge sind schon viele Dinge durch unsere Bürger umgesetzt worden. So entstand im Jahr 2001 auch der Glockenturm am evangelischen Gemeindehaus sowie die neue Vogelstange des Schützenvereins am Bierkamp in 2006. Nordbögge ist voller Tatendrang - und gerade das macht unseren Ort so liebenswert.

Sprachrohr der

Bürger im Ort

Sie scheinen jeden zu kennen - und jeder kennt Sie…?

Durch meine Präsenz in den einzelnen Vereinen in unserem Ort, bin ich natürlich auch sehr eng am Bürger und so erfahre ich recht schnell, wo den Menschen der Schuh drückt.

Wie verstehen Sie Ihre Aufgabe pauschal gesehen als neuer Ortsvorsteher von Nordbögge?

Als Ortsvorsteher verstehe ich mich als Sprachrohr der Bürger und Bürgerinnen gegenüber der Gemeinde Bönen.

Friedrich Westerhoff

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