„Tortenkönigin“ im Einsatz
05.02.2012 | 18:31 Uhr 2012-02-05T18:31:00+0100
Bönen. Bönen.Gertrud Schlachta schmunzelt nur, als sie hört, welchen Beinamen ihr die Gemeinde gegeben hat. Doch „Tortenkönigin von Bönen“ ist nicht ganz unpassend. Seit 20 Jahren backt die Rentnerin unermüdlich allerhand Kuchen und Torten für die Spielenachmittage in der AWO-Tagesstätte am Eichholzplatz.
Gertrud Schlachta schmunzelt nur, als sie hört, welchen Beinamen ihr die Gemeinde gegeben hat. Doch „Tortenkönigin von Bönen“ ist nicht ganz unpassend. Seit 20 Jahren backt die Rentnerin unermüdlich allerhand Kuchen und Torten für die Spielenachmittage in der AWO-Tagesstätte am Eichholzplatz.
Schon morgens früh steht sie mit ihren Helferinnen Ulla Hilbk und Erika Matzek in der Küche und bereitet alles vor. Kaffee kochen, Tische decken - der rüstigen 85-Jährigen geht das alles leicht von der Hand. Doch wenn Gertrud Schlachta nachmittags die Gäste im Empfang nimmt, hat sie schon eine arbeitsreiche Woche hinter sich. „Ich backe in der Regel so ungefähr neun Kuchen“, erzählt sie beiläufig. Alle möglichen Sorten hätte sie schon gebacken, aber ihr Käsekuchen sei unter den Senioren der Dauerbrenner. „Den essen alle gern“, weiß die Hobby-Bäckerin aus Erfahrung.
Als Witwe ist ihr die ehrenamtliche Arbeit in der Seniorentagesstätte sehr wichtig. „Die Leute freuen sich immer, wenn sie hier sind und kommen mit Begeisterung“, erzählt sie. Familiär und gemütlich sei die Atmosphäre, wenn freitags rund 50 bis 60 Senioren zum Spielenachmittag eintrudeln. Man kennt sich und plaudert meist schon an der Eingangstür über Gott und die Welt. „Über die Zeit haben sich da richtige Freundschaften entwickelt“, erzählt Gertrud Schlachta.
Doch um selbst Rommé oder Brettspiele zu spielen bliebe ihr keine Zeit. Dazu sei an den Freitagen zu viel zu tun. Aufdecken, Kuchen und Kaffee verteilen, hinterher spülen und alles wieder aufräumen. Manchmal gibt es auch etwas Herzhaftes auf den Teller. Dann steht Gertrud Schlachta fleißig am Herd und bekocht die Spielegemeinschaft.
„Normalerweise bin ich hier mit meinen Mitarbeiterinnen von 11 bis 19 Uhr beschäftigt“, erzählt sie. Trotz des langen Tages mache ihr die Arbeit aber großen Spaß. Sie genieße das gemeinschaftliche Beisammensein. Ans Aufhören denkt die Rentnerin deshalb noch lange nicht: „Ich möchte das hier noch so lange machen, wie es geht“
Für ihr ehrenamtliches Engagement wurde Gertrud Schlachta bereits im vergangenen Jahr mit der Ehrenmedaille der Gemeinde Bönen geehrt.
Winkt ihr dieses Jahr vielleicht auch der WR-Bürgerpreis?
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